Reinach (AG)

Unihockey Weltmeisterschaft mit Reinacher Beteiligung

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Raphael Möri (l) und Michael Binder (r)

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Raphael Möri (l) und Michael Binder (r)

Unihockey Weltmeisterschaft mit Reinacher Beteiligung

Bei der vom 2. - 9. Dezember in Bern und Zürich stattfindenden Unihockey Weltmeisterschaft nehmen auch Michael Binder und Raphael Möri vom UHC Lok Reinach teil. Da beide in den USA geboren sind, und somit auch die Amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen, spielen sie für die Vereinigten Staaten. Mit ihnen sind weitere sieben „Schweizer“ im Team der Amis.

Alles muss aus dem eigenen Sack bezahlt werden

Immer wieder suchen Staaten, in welchen die junge Sportart Unihockey zum Leben erweckt wurde, in Ländern wie Schweden, Finnland oder der Schweiz Staatsangehörige, welche bereit sind, für ihre Nationalmannschaft zu spielen. So war es auch bei Raphael Möri und Michael Binder. Die Amerikaner hatten sich für diese Weltmeisterschaft quasi gratis qualifiziert. Aus den drei Mannschaften Kanada, Brasilien und USA sollten sich in diesem Frühjahr die beiden besten Teams an einem Turnier in Los Angeles für die WM qualifizieren. Da aber Brasilien aus finanziellen Gründen die Reise in die Vereinigten Staaten nicht antrat, waren Kanada und die USA automatisch qualifiziert. Die beiden Teams spielten dennoch zweimal gegeneinander, wobei die USA beide Spiele für sich entscheiden konnte. Die Flugkosten für die Qualifikation, sowie die Übernachtungen in der Schweiz im Mannschaftshotel der Amis müssen die Spieler alles selber berappen. Anders sieht es bei den Top Nationen aus. Die Schweizer machten ihre Vorbereitung in Dubai! wobei die Spieler den Betrag welcher über die Kosten eines normalen Trainingslagers gehen, aus dem eigenen Sack bezahlen. Die Finnen wollten sogar streiken, als der finnische Verband den Forderungen der Spieler nach genügend Erwerbsausfallentschädigung nicht nachkommen wollte.

Erstes zusammenkommen des US-Teams seit der Qualifikation im Frühling

Erst diese Woche trafen sich Binder und Möri mit ihren Landsleuten in der Schweiz wieder. In dieser kurzen Zeit vor der Weltmeisterschaft bestreiten die Amis noch Vorbereitungsspiele gegen die Nationalliga B Teams Jona-Uznach Flames und Zürisee Unihockey und gegen den 1.Ligisten Bülach Floorball. In den Gruppenspielen treffen die USA auf Tschechien, Lettland und Japan. Um das Ziel Viertelfinal zu erreichen ist in dieser starken Gruppe mindestens ein zweiter Platz nötig.

Schweizer möchten in den Final

In den letzten sechs Weltmeisterschaften sind die Schweizer nicht mehr über den dritten Platz hinweggekommen. Für diese Heim-WM haben die Eidgenossen keinen geringeren als den ehemaligen finnischen Doppelweltmeistercoach Petteri Nykky verpflichtet. Mit seinem finnischen Team ist es ihm als erster gelungen den Dauerweltmeister Schweden abzulösen. Und wenn er mit den Schweizern den Finaleinzug schafft, dann ist wohl im jetzt fast schon ausverkauften Hallenstadion in Zürich alles möglich.

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