Unfälle im Strassenverkehr bilden die Ursache Nummer eins für schwere Verletzungen und den unfreiwilligen Tod bei jungen Menschen in der Schweiz! Bei Jugendlichen setzten deshalb die RoadCross-Präventionslektionen an der Berufsschule Lenzburg an. Vom 23. bis 27. April 2012 liessen sich 600 Lernende über die Konsequenzen eines Unfalls unterrichten.

BSL. Sechs Moderatorinnen und Moderatoren der Stiftung RoadCross in Zürich schulten die Lernenden in Gruppen interaktiv. Mit Unfallbildern, Videobeiträgen und Artikeln strebten sie eine emotionale Auseinandersetzung mit dem Thema an. Sie konfrontierten die Jugendlichen mit den massiven Folgen von unüberlegtem Handeln im Strassenverkehr. Schwer behinderte Unfallopfer erzählten in Filmen ebenso wie Angehörige von Verunfallten und Fachleute der Rettungsdienste.

Ursachen erforschen
Die Jugendlichen suchten nach Gründen für das manchmal verantwortungslose und risikofreudige Tun ihrer Altersgruppe auf den Strassen. Sie hinterfragten ihr eigenes Verhalten und erforschten die Unfallursachen wie Alkohol- und Drogenkonsum, übersetzte Geschwindigkeit, Ablenkung, Müdigkeit, Stress oder Ärger.

Prävention mit „Date Nina“
Auf Facebook lancierte RoadCross den interaktiven Präventionsfilm „Date Nina“ für die Zielgruppe der jungen Männer. Die Moderatoren zeigten den Lernenden diese neue Filmapplikation. Jeder entscheidet darin per Mausklick über den Verlauf der Geschichte und wird somit zum Hauptdarsteller. Spielerisch erlebt man so die Konsequenzen der eigenen Entscheidungen.

Einstellung ändern
Die Stiftung RoadCross und die Berufsschule Lenzburg wollten mit den Anlässen die Einstellung der Lernenden positiv beeinflussen. Toll wäre ein nachhaltiger Imagewandel bei allen: Cool ist, wer so fährt, dass er Unfälle vermeidet! Cool ist, wer als Mitfahrer den Mut hat zu sagen: Halt an, ich steige aus!

Bild: Der RoadCross-Moderator Peter Hardegger mit Lernenden im Panoramasaal der Berufssschule Lenzburg.