Die SP Rohrdorferberg-Reusstal hat sich an einer gut besuchten Mitgliederversammlung vom 28. Januar mit den Abstimmungsvorlagen von Mitte Februar und mit Blick auf die Abstimmungsvorlage von Mitte Mai mit der geplanten Umfahrung von Mellingen befasst. Eigentlich ist längstens bekannt: wer Strassen baut, erntet (mehr) Verkehr. Noch mehr Verkehr zu einer Zeit, in der wir schon bald darin ersticken, ist keine attraktive Perspektive. Wenn wir den individuellen motorisierten Verkehr eindämmen wollen, muss der öffentliche Verkehr gefördert und nicht der Strassenverkehr „verflüssigt" werden. Dennoch setzte sich in der engagierten Diskussion schliesslich klar die Überzeugung durch, dass die Umfahrung Mellingen, und zwar der zügige Ausbau der Etappen eins und zwei, Zustimmung verdient und zeitlich nicht weiter verzögert werden darf. Man kann die Augen nicht verschliessen vor der Realität, dass von uns allen immer mehr Mobilität verlangt und vielen nötigenfalls ein mehrstündiger täglicher Arbeitsweg zugemutet wird. Diese Entwicklung kann nicht wirksam gebremst werden durch die Torpedierung einer seit Jahren fälligen Umfahrung von Mellingen. Die Beschränkung der Umfahrung auf die erste Etappe bis zum Kreisel Birrfeldstrasse ist keine taugliche Lösung, weil so von diesem Kreisel aus wieder ein grosser Teil des Verkehrs Richtung Städtchen und durch die Lenzburgerstrasse gelenkt wird. Natürlich wäre die Einbettung dieser Umfahrung in ein grösseres regionales Gesamtkonzept wünschbar. Wir leben nun aber einmal nicht in einer Zeit der grossen Würfe. Machen wir also das was in vernünftiger Zeit realisierbar ist. Doch wenn diese Umfahrung nicht zu einer teuren Alibiübung verkommen soll , müssen griffige flankierende Massnahmen zur Unterbindung von Schleichverkehr und unnötigem Binnenverkehr getroffen werden; nur so können grosse Teile von Mellingen wirksam vom Verkehr entlastet werden.