Der 55-jährige Samariterverein Ueken darf sich glücklich schätzen: Er hat ein Mitglied aus Polen, das bereit war, den Kollegen aus der Schweiz die „heimliche“ Hauptstadt Krakau und Umgebung zu zeigen. Der Vorschlag, ein Wochenende in Krakau zu verbringen und mit einheimischer Hilfe Unbekanntes kennenzulernen, stiess bei den Fricktalern schon seit längerer Zeit auf Begeisterung.

Am vergangenen Freitag war es endlich soweit. Die reiselustigen Mitglieder mit ihren Partnern machten sich für die diesjährige Vereinsreise auf den Weg zum Flughafen. Nach dem Hotelbezug in Krakau wurde die Gruppe von einer Reiseleiterin abgeholt, welche die historischen Gebäude und Plätze auf einem Spaziergang spannend erklärte. Die frühere Hauptstadt Polens verfügt über tausende Architekturdenkmäler. Besonders eindrücklich sind die Tuchhallen und die Marienkirche.

In traditionellen Restaurants versuchten und genossen die Samariter einheimische Spezialitäten wie Randensuppe oder mit Kabis gefüllte Teigtaschen, sogenannte Pierogi. Bei warmen Temperaturen konnten die Schweizer den Tag in einem der vielen schönen Restaurants ausklingen lassen.

Per Bus ging es am Samstag bei Regenwetter ins 70 Kilometer entfernte Auschwitz. Dort besuchten die Reisenden das Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Es ist kaum vorstellbar, was dort den Häftlingen aus Polen und anderen Teilen aus Europa widerfahren war. Tief beeindruckt trat die Gruppe die Rückreise nach Krakau an.

Am Sonntag gab es zwei Programme zur Auswahl: Die Einen besichtigten das Königschloss Wawel in Krakau. Die Anderen das älteste Salzbergwerk Europas in Wieliczka. Das kleine Städtchen ist 14 Kilometer von Krakau entfernt und das Werk ist auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbs eingetragen. Die unterirdische Besichtigung umfasste 20 ehemalige Abbaukammern auf drei Sohlen. Eine gigantische Kapelle 100 Meter unter dem Boden mit diversen Salzskulpturen war einer der Höhepunkte auf der drei Kilometer langen Tour.

Mit vielen Eindrücken verliessen die Samariter die wunderschöne und sehr saubere Stadt und kamen am Abend gut gelaunt und dankbar wieder in Ueken an.