KLEINDÖTTINGEN (sk) – Bei herrlich schönem Sommerwetter verreisten letzten Freitag / Samstag 24 Turnkollegen der Männerriege Eien-Kleindöttingen in Richtung Innerschweiz.

Die Reiseorganisatoren Marco Kaiser und Toni Schuler bestellten ihre Kollegen wieder in aller Herrgottsfrüh zum Bahnhof Döttingen. Anstatt Morgenapéro schlürfen, war aber Zimmerverteilung angesagt. Den Weisswein und den Speckzopf von Silvia zückte Marco erst nach dem Umsteigen in Zürich aus seinem Köfferchen. Das kann aber nicht der Grund gewesen sein, warum der Zug zu spät in Arth-Goldau einfuhr und der Anschlusszug schon weg war. Die knapp einstündige Wartezeit wurde im Bahnhofnahen Restaurant überbrückt. Trotz Verspätung liessen sie im «Hirschen» in Sattel-Aegeri Kaffee und Gipfeli nicht ausfallen. Nur mit Tagesrucksack begaben sich alle zur Seilbahnstation. Wie geplant wanderten alle zur «Alphütte Engelstockweid», wo die Wirtin sehnsüchtig auf die Mannsbilder wartete, denn normalerweise ist diese Gaststätte nur am Wochenende offen. Infolge vorgerückter Stunde marschieren die Turner auf verschiedenen, verkürzten Touren zum Mittagshalt zum Restaurant «Engelstock», wo sie die Bäuche mit Schitzel und Pommes füllten.

Mit dem Trottinett über den Kuhfladenteppich

Nach der Mittagspause führe ein kurzer, steiler Weg zur schaukelnden Hängebrücke und weiter zur Bergstation der Seilbahn. Dort schnappten sich 13 Leute ein Trotti und schoben dieses zuerst 20 Minuten bergauf, bevor sie zur Talfahrt starten konnten. Damit kein Crash passierte, warnten die Reiseleiter vor der Barriere unterwegs, wo das Gefährt geduckt unten durch geschoben werden musste. Weiter talwärts führte die Strasse mitten durch eine Alpweide mit vielen Kühen. Strassenbreit und x Meter lang war ein dicker Kuhfladenteppich ausgelegt, dem sie auf keine Weise ausweichen konnten. Reto hatte Pech: Eine Kuh trottete vor seine Räder und er musste auf dem Teppich absteigen. Wenig später holte René das Pech ein: Hinterreifen platt! Die Weiterfahrt wurde holperiger, denn zum Schluss fuhr er ohne Schlauch auf der Felge. Und bietet sich unterwegs irgendwo mal Gelegenheit, mit Einheimischen zu quatschen, muss darauf geachtet werden, dass Peter, Othmar und der Chäs-König den Anschluss nicht verpassen.

Im und auf dem Ägerisee

Unten im Tal holten alle ihr Gepäck aus dem Zwischendepot, stellten sich vor dem «Servierfräulein» für ein Gruppenfoto hin und fuhren danach mit dem Bus zum Hotel «Eierhals» am Ägerisee. Anstatt sich im Hotel zu erfrischen, juckten Peter und Chäs-König in den See. Nach einer Schiffsrundfahrt auf dem See genossen alle ein feines Nachtessen im Hotel «Morgarten». Damit der viertelstündige Heimweg zum Nachtlager nicht so dunkel war, marschierten die Herren mit Fackeln. Und man glaube es oder nicht, alle waren vor Mitternacht in den Federn.

Schwerarbeit Gepäcktransport

Zum Zmorge um halb sieben waren alle wieder wach und der Chäs-König bereits frisch gekühlt durch das Morgenbad im See. Gestärkt stiegen alle mit Gepäck in den Bus. Nach einmaligem Umsteigen verliessen die schnellen Wanderer den Bus und marschierten von Raten hinauf zum Apéroplatz auf der Mangelhöhe. Die Kollegen hatten dann das Vergnügen, mit dem gesamten Gepäck der Truppe noch drei Mal den Bus oder das Postauto zu wechseln. Glücklicherweise chauffierte sie das Postauto in Finstersee bis vor die Garage von Tonis Cousin, wo der Ballast wieder deponiert werden konnte. Gott sei Dank durften sie sich danach je zu fünft auf zwei Pferdewagen setzten und die armen Rösser zogen die Fuhren steil bergauf zur Mangelhöhe am Gottschalkenberg, wo die Wanderer seit zehn Minuten durstig auf den Apéro warteten. Bis zum Mittagshalt in Gubel konnten sie wahlweise zu Fuss oder mit der Kutsche weiter. Punktgleich haben sie sich beim Restaurant wieder getroffen.

Besichtigung Fliegerabwehr Bloodhound

Nach dem Mittagessen und einer kurzen Kutschenfahrt wurde die Gruppe durch das Museum geführt. Dies ein bisschen kürzer, da sie sich beim Essen und Trinken vertrödelt hatten. Nach der Führung wählen alle die bequeme Variante zurück nach Finstersee: Mit Ross und Wagen. Damit sich die lieben Herren nicht hungrig und durstig auf den Heimweg machen mussten, wartete beim Kutscher zuhause ein Imbiss auf sie. Die Frau des Kutschers ist Jodlerin, was dem Chäs-König überaus gut gefiel. So wurde aus voller Brust gesungen und gejodelt und alle hatten ihren Spass.

Tschüss und Dankeschön

Danach blieb nur noch die Heimreise. Zurück in Kleindöttingen kehrten fast alle noch im «Bistro» ein für einen Schlummertrunk. Das war eine tolle, unvergesslich schöne und gut organisierte Vereinsreise und alle sind der Meinung: Marco und Toni dürfen auch die nächste Vereinsreise im Jahr 2016 wieder organisieren!