Zetzwil

Turnfamilie versetzte sich ins Land der Märchen

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Unter dem Motto „Es war einmal“ zeigen die turnenden Vereine von Zetzwil ein Programm, das keine Wünsche offen lässt. Sketchs, welche durch das Programm führen, sowie alle Darbietungen weisen auf eine seriöse Vorbereitung hin. Der gelungene Unterhaltungsabend wird am kommenden Samstag nochmals aufgeführt.

AH. Stufenbarren ist eine Spezialität der Damenriege. Kein Wunder, eifern die grossen Jugimädchen in dieser Disziplin den grossen nach. Als Rapunzel zeigten die Girlis gekonnte Übungen an diesem Gerät. Aber auch als Rotkäppchen gleich in zwölffacher Ausführung tanzten sie agil über die Bühne. Als niedliche Geisslein sprang und spielte die jüngere Mädchengruppe, bis der Wolf erschien und sie diesem die Steine in den Bauch füllten.

Eine Freude ist es, dem Damenturverein bei den anspruchsvollen Darbietungen am Stufenbarren zuzuschauen. Beweglichkeit und gute Spannung enden jeweils in schön komponierten Bildern. Bei der Hexennummer verwandeln sie sich auf der mystisch rauchigen Bühne schnell in agile Tänzerinnen. Dass Zetzwil so viele Prinzessinnen hat, erfuhren die Gäste in der vollbesetzten Halle erst am Samstagabend. Zu verschiedenen Musikstilen fegten die Gekrönten einen fetzigen Tanz auf die Bühne. Die abschliessende Melodie „Atemlos“ von Helene Fischer passte zum beherzten Einsatz der Tanzenden.

Wenn Froschkönige staunen
Allerliebst waren die kleinen Froschkönige vom Muki-Turnen. Gerade mal drei Jahre alt war das jüngste Fröschlein. Dass dies ob all dem Neuen ab und zu die Übungen vergass und stattdessen stets ein „Smile“ zeigte, löste bei manchen Zuschauern ein „so herzig“ aus. Das schön bemalte Hexenhaus animierte die Hänsels und Gretels vom Kinderturnen zu mutigen Sprüngen ab dem Schwedenkasten.

„Gut dass keiner weiss, dass ich Rumpelstilzchen heiss“, kam es im Sprachchor der kleinen Jugibuben zu den Gästen hinüber. Bei diesem gut einstudierten Reigen mit einer tänzerischen Soloeinlage eines mutigen Knaben wollten die Zuschauer wie bei manch‘ anderer Vorführung noch eine Zugabe haben. Die Geschichte mit den drei kleinen Schweinchen verkörperten die grösseren „Jügeler“.

Schnee in Sicht
Nach dem Frauenturnverein wird Zetzwil bald mit Schnee bedeckt sein. Nicht nur die tolle „Frau Holle“-Bekleidung gefiel, auch die anmutige Darbietung der noch jung gebliebenen Frauen löste grossen Beifall aus. So wie die Decke und die Kissen geschüttelt wurden, müssen sofort Winterpneus montiert werden.

Nicht zu übersehen sind die muskelgestählten Turner. Ihre Stärke zeigten sie bei der Barren Sektion und der Barren Kür. Neckische Seitenblicke trotz anspruchsvollen Darbietungen lösten oft ein Schmunzeln aus. Als neugierige Zwerge schauten sie dem Schneewittchen zu. Was danach alles Passierte, sei hier nicht verraten. Auf jeden Fall blieb nicht lange Zeit, um die Marken ihrer Boxershorts auszumachen.

Fauchende Katzen
Als Esel, Hund, Katze und Hahn trat die Männerriege zur Nummer „Bremer Stadtmusikanten“ auf. Bei dieser neckischen Nummer schauten zuerst nur die Köpfe aus dem Vorhang.

Endgültig die Katze aus dem Sack liess die Tanzgruppe von Chregi Kiener. Fauchend und kratzend stritt das agile Katzenduo, bis der gestiefelte Kater vorbei kam. Das Interesse am Kater löste bei der sexi gekleideten Katzenschar einen wahren Sturm von wirbligen und tänzerisch perfekten Bewegungen aus.

Die lustigen Sketchs führten mit viel Aufwand durch die Märchenwelt. Schon der Einstieg des Abends mit einer kurzen Filmszene bewies das kreative Arbeiten der Turnfamilie. Zum Abschluss tanzten Turnerinnen und Turner gemeinsam in Rumpelstilzchens Turm und luden alle Turnende zum Schlussbild auf den Turm zu einer Party ein.

Alice Hell

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