Küttigen

Turnfahrt der Männerriege Küttigen

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Turnfahrt der Männerriege Küttigen ins Berner Seeland vom 16. / 17. August 2014

Eine frohgelaunte Schar von 22 Männerturnern, verstärkt mit einer Gruppe des STV, reiste per Bahn zum ersten Zwischenziel nach Murten. Nach einem wohltuenden Startkaffee mit Gipfeli im „Monnier“ nahm man an einer Stadtführung teil. Herr Laubscher verstand es ausgezeichnet, die reiche historische Vergangenheit des Städtchens, z.B. die Burgunderkriege mit Karl dem Kühnen, packend darzustellen. Mit humorvollen Anekdoten zog er alle in seinen Bann. Grossen Eindruck machte das mittelalterliche Stadtbild mit den prächtigen Bürgerhäusern, den hohen Wehrgängen und den trutzigen Türmen.

Nach dem Mittagessen reiste man weiter nach Erlach, einem idyllisch gelegenen Landstädtchen am westlichen Ende des Bielersees, von wo der Heidenweg zur Petersinsel hinausführt. Nach der Besichtigung des Schlosses, wo heute eine heilpädagogische Schule residiert, begab man sich zum Hafen und bestieg das Motorschiff „Chasseral“, das Kurs auf Tüscherz nahm. Am Ufer unter alten Bäumen hatte die Winzerfamilie Römer bereits einen Tisch gedeckt und man kostete Weine aus ihren Kellern und erfuhr manches über die Arbeit der über 80 Winzer in dieser Region. Die Sonne stand schon tief, als man nach kurzer Bahnfahrt in Ipsach das Hotel bezog.

Ein blauer Himmel am Sonntagmorgen verhiess einen schönen Wandertag. Rasch verschob man sich nach Biel und liess sich mit dem Magglingerbähnli in die Höhe tragen. Von der Aussichtsterrasse aus schweifte der Blick übers Mittelland in die Alpen und einige Turner erinnerten sich an ehemalige Ausbildungskurse und Wettkämpfe, welche sie hier oben absolviert hatten. Man stieg auf zur Hohmatt, wo man sich einen Kaffee gönnte und die warmen Sonnenstrahlen genoss. Die Wanderung führte weiter über die ausgedehnten Magglinger Matten zum Zentrum Twannberg, wo man ein feines Mittagessen vorgesetzt bekam. Nun wurde zur letzten Etappe gestartet, dem Abstieg durch die Twannbachschlucht, wo der Weg infolge andauernder Nässe recht glitschig war. Urtümliche mit Moos überzogene Felsformationen, abgeschliffene und ausgewaschene Felsbänder zeugten von den gewaltigen Erosionskräften der Eis- und Wassermassen, die vor Jahrmillionen die Gesteine bearbeitet hatten. In Twann sass man zum letzten Mal zu einem Trünklein zusammen. Dann brachte uns die SBB sicher nach Aarau zurück. Eine stimmungsvolle, bildungsreiche Turnfahrt war zu Ende.

                                                                                                           Bruno Zeller

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