Die grauen Wolken am Himmel vermochten die gute Laune von uns 19 untermehmungslustigen Hauser Männerturnern nicht zu trüben, als wir in Brugg den Zug Richtung Berner Oberland bestiegen. Und tatsächlich: Von Minute zu Minute besserte das Wetter, und in Wengen schien bereits die Sonne. Nach einem Kaffeehalt im Berghaus Männlichen ging es in getrennte Gruppen auf den Abstieg: die "Fitten" wählten den Weg über Alpiglen und die Gletscherschlucht bis Grindelwald, die "Zwägen" begnügten sich mit einer Wanderung via Kleine Scheidegg bis Alpiglen und nahmen dann den Zug bis ins Gletscherdorf. Am Sonntagmorgen war es dann aber vorbei mit dem schönen Wetter. Tief hängende Wolken und leichter Regen liessen die Pläne für eine Wanderung ab First auf verschiedenen Wegen auf die Grosse Scheidegg platzen, und stattdessen einigten wir uns auf ein glaziologisches Alternativprogramm. Zuerst stand ein halbstündiger Spaziergang zur Gletscherschlucht auf dem Programm. Nach der eindrücklichen Exkursion ins tief eingeschnittene, von der Schwarzen Lütschine tosend durchflossene Tobel ging es nach einer Stärkung im Restaurant mit dem Bus zum Oberen Gletscher. Dort erfuhren wir bei einem Rundgang auf dem Gletscherlehrpfad viel Wissenswertes über die einst geplante Wetterhorn Bahn und die Gewalt der Natur in den Bergen. Leicht verspätet genossen wir ein gutes Mittagessen im Hotel Wetterhorn. Dass es auf dem Weg zurück nach Grindelwald nun stärker zu regnen begann, störte uns nicht mehr stark, denn die Bahn brachte uns trocken und sicher zurück in die heimatlichen Gefilde. Trotz Wetterpech am zweiten Tag haben wir eine abwechslungsreiche und eindrückliche Turnfahrt erlebt.