Aarau

Trotz Antrag auf Senkung bleibt der Steuerfuss bei 19 Prozent

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Rita Walker (l.) übernimmt von Ursula Runge (r.) das Ressort Personal der Kreiskirchenpflege Aarau.

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Rita Walker (l.) übernimmt von Ursula Runge (r.) das Ressort Personal der Kreiskirchenpflege Aarau.

Die Kreiskirchgemeindeversammlung Aarau hat am Dienstagabend in Aarau beschlossen, den Steuerfuss bei 19 Prozent zu belassen. Dies obwohl die Kreiskirchenpflege eine Senkung auf 18 Prozent beantragt hatte. Die absehbaren steigenden Personalkosten würden in den nächsten Jahren sowieso wieder eine Erhöhung zur Folge haben, weshalb es sinnvoll sei, den Steuerfuss so zu belassen, wie er jetzt sei, hiess es aus den Reihen des Publikums.

Kreiskirchenpflegepräsident René Spielmann konnte die knapp 70 Anwesenden im frisch renovierten Kirchensaal der Pfarrei Peter und Paul in Aarau zur Kreiskirchgemeinde­versammlung begrüssen. Sie genehmigte die Kreditabrechnung der Saalrenovation über CHF 157‘271.80 denn auch einstimmig. Weitere Bautraktanden beschäftigten die Versammlung: Die Fassade der Kirche Buchs sowie die Flachdächer des Pfarrhauses und weiterer Nebengebäude in Buchs und auch der Kirche in Entfelden müssen dringend saniert werden. Dafür wurden Verpflichtungskredite von CHF 1.15 Mio sowie 120‘000 und 180‘000 Franken gesprochen.

Die Jahresrechnung 2011 schliesst mit Gewinn ab, zudem konnten bereits Rückstellungen für das laufende Bauprojekt in Suhr getätigt werden. Sie wurde einstimmig genehmigt.

Obwohl das Budget bei einem Steuerfuss von 18 Prozent berechnet worden war, wollten die anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von einer Steuersenkung absehen. In der Budgetdiskussion wurden die künftigen Personalkosten thematisiert. Die Kreiskirchgemeinde beschäftigt heute als mittelgrosser Arbeitgeber 108 Personen im Pastoralraum in Seelsorge, Diakonie, Sozialaufgaben und Betreuung von Gruppierungen. Die Voten der Pfarreimitglieder zeigten, wie wichtig ihnen eine gute Besoldung und gute Dienstleistungen sind. Der Steuerfuss verbleibt also bei 19 Prozent. Die vorauszusehenden überschüssigen Steuereinnahmen werden für Rückstellungen verwendet. Damit wurde das Budget 2013 genehmigt.

Ursula Runge ist per Mitte Jahr aus der Kreiskirchenpflege zurückgetreten. Sie betreute das Ressort Personal. An der Versammlung wurde Rita Walker, Familienfrau aus Suhr, als ihr Ersatz bestätigt. Ausserdem wurde Lukas Häusermann, Aarau, als Mitglied und Christoph Wyder, Suhr, als Präsident der Finanzkommission gewählt. Blanche Schwaller, Küttigen, tritt per Ende Jahr als Präsidentin zurück.

Neubau in Suhr wird eröffnet
Das Pfarreizentrum in Suhr, für welches an der letztjährigen Versammlung ein Zusatzkredit über 120‘000 Franken für eine Fotovoltaikanlage gesprochen worden war, ist nun fertig gestellt und wird am kommenden Sonntag mit einem Gottesdienst um 10.30 Uhr in der Kirche und einem Tag der offenen Tür eingeweiht. Eigens zur Eröffnung wurde das Musical «luca@aisha – Aufbruch aus der Komfortzone» geschrieben, das im Januar 2013 uraufgeführt wird. Der Vorverkauf ist angelaufen. Das Projekt wird durch den Pastoralraum Region Aarau getragen, dem die fünf Pfarreien Aarau, Buchs-Rohr, Suhr-Gränichen, Entfelden und Schöftland angehören.

Im weiteren wurden der Versammlung verschiedene Projekte aus dem Pastoralraum Region Aarau vorgestellt, wie beispielsweise das Integrationsprojekt «Zäme Garte schaffe», bei welchem Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen zusammen ein Stück Land bepflanzen.

Die Kreiskirchgemeinde Aarau umfasst die Ortskirchgemeinden Aarau, Buchs-Rohr, Suhr-Gränichen, Entfelden und Schöftland.

Der Pastoralraum Region Aarau fasst die fünf Pfarreien Aarau, Buchs-Rohr, Suhr-Gränichen, Entfelden und Schöftland zu einem sogenannten Pastoralraum zusammen. Innerhalb eines Pastoralraums wird eine gemeinsame seelsorgerliche Ausrichtung gelebt. Es werden neue Formen der überpfarreilichen Zusammenarbeit geschaffen und Synergien genutzt. Diese gemeinsame Basis ermöglicht eine flexiblere Reaktion auf neue kirchliche und gesellschaftliche Entwicklungen.

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