Der ökumenische Suppentag am vergangenen Sonntag zu Gunsten von „Fastenopfer“ und „Brot für alle“ in der Turnhalle von Wölflinswil war ein festlicher Anlass für Jung und Alt

Festlich gedeckte Tischreihen luden freundlich zum Verweilen ein und kleine farbige Tischkärtchen mit Gedanken zum Motto „Heimat“ regten zum Nachdenken an. Mit seinem kräftigen Bass eröffnete René Picard am E-Piano auf der Bühne seine lustige Dackelshow „Kleffer & Smart“. Pfarrer Paul Jäggi betonte anschliessend in seiner Begrüssung, dass sich die Mitglieder der Pfarrei und des Vereins „Fürenand“ diesmal etwas Besonderes für den Suppentag hatten einfallen lassen und dass am Anfang nicht der Gottesdienst sondern die Diskussion zum Leitthema stehe. Diese wurde von René Picard mit einem „Tour d’Horizon“ kontroverser Gedanken eingeleitet. Sie reichten vom Abholzen des Urwaldes am Amazonas, der das Weltklima verändere und den Golfstrom ablenke, zum Fremdsprachenunterricht an den Schweizer Schulen, die anstatt Englisch besser eine Landessprache vermitteln sollten. Etwas harzig zuerst, dann aber doch lebhafter entfaltete sich das Gespräch zwischen den Generationen. Besonders der Stachel „Englisch“ wirkte. Englisch sei wohl keine Landessprache, aber eben eine Weltsprache, um die herum man heute nicht mehr komme, meinten die einen - es wäre aber doch wichtig, Französisch zu lernen, damit man auch in der Romandie einen Arbeitsplatz finden könne, sagten die andern. Ob man sich mit einem Dialekt aus einer anderen Landesgegend im Fricktal zu Hause fühlen könne, fragte sich einer der Anwesenden. Durchaus, meinte eine ehemalige Thurgauerin, für sie sei nicht die Sprache das Entscheidende, sich heimisch zu fühlen, sondern die Umgebung, in der sie voll und ganz akzeptiert werde. Die Firmanden machten dem Gespräch ein Ende und servierten die feine Gulaschsuppe, die sie unter kundiger Anleitung zubereitet hatten.

Der ökumenische Gottesdienst
Religionslehrerin Jeannette Näf und der reformierte Pfarrer, Paul Jäggi, gestalteten zusammen mit anderen Sprechenden einen eindrücklichen Gottesdienst. Eine Handvoll Reis, die man sich in die ausgebreiteten Hände weitergab, symbolisierte die kargen Mahlzeiten in den armen Ländern Afrikas und eine Geschichte aus Tansania erinnerte an den biblischen Bericht von der Speisung der Fünftausend mit den drei Broten und den drei Fischen, die Paul Jäggi anschliessend erzählte.

Das reichhaltige Desserbuffet, das die Senioren und Seniorinnen bereit hielten, führte in die fricktalische Realität zurück.

Die Kollekte, die nach dem Gottesdienst eingesammelt wurde, war für die diesjährige Kampagne von „Fastenopfer“ und „Brot für alle“ bestimmt.