An diesem ereignisreichen Sportwochenende drohen Spitzenleistungen von Langdistanz-Triathleten fast unterzugehen. Aber was ein paar verrückte Spitzenathleten an diesem alljährlich ausgetragenen Inferno-Triathlon im Berneroberland geleistet haben, verdient unseren Respekt. Und ganz vorne in der Rangliste, nämlich auf dem 6. Schlussrang ist unser Vorezeigeathlet aus den Reihen des Tri Teams Muri, Reto Marti (38), anzutreffen. Seit mehreren Jahren zählt er nämlich sozusagen zu den Dauergästen an diesem Triathlon der Sonderklasse:
3,1 km Schwimmen im kalten Thunersee, 97 km Rennrad fahren, 30 Km MTB und zum Dessert 25 km Berglauf aufs Schilthorn zum Drehrestaurant auf 2970 m Höhe.
Insgesamt gilt es da 5500 (!!!) Höhenmeter zu bewältigen. Die Zeit, die Marti dafür brauchte, mutet den Leser wohl etwas abenteuerlich an, aber sie ist Fakt: 10 Std. 3 Min. und 55 Sek. Da kann man nur den Hut ziehen vor einer solchen Leistung. - Etwas im Schatten seines Erfolges hat auch ein anderer Athlet aus den Reihen der Freiämter gefinisht, nämlich Wolfgang Waldenmaier (51) aus Buttwil. Der zweifache Familienvater hat es bei dieser brütenden Hitze am Samstag ebenfalls aufs Schilthorn geschafft. - Wer etwas Triathlonatmosphäre im Kleinformat sehen will, darf am kommenden Freitag, dem 27. Aug., auf keinen Fall den Schülertriathlon IRON-BOY/GIRL in Muri verpassen (Start um 15 Uhr) mit dem anschliessenden Plauschtriathlon für Erwachsene (Start 18 Uhr).

Bild: Reto Marti auf der MTB-Strecke mit Eigerpanorama im Hintergrund