Tipps zum Ausfüllen der Steuererklärung

EASYTAX erleichtert das Ausfüllen der Steuererklärung

(ef) Zu einem Informationsabend mit Tipps zum Ausfüllen der Steuererklärung hat die FDP des Bezirks Zurzach am Donnerstagabend ins Hotel Zurzacherhof, Bad Zurzach eingeladen. Die Eidg. dipl. Steuerexpertin, Barbara Sramek, gab praktische Tipps ging in ihrem Referat auf die Grundsätze, die einzureichenden Unterlagen und die Neuerungen für 2008 und die folgenden Jahre ein. Zum zeitsparenden Ausfüllen der Steuererklärung empfahl sie das Computerprogrammes EasyTax zu verwenden.

Seit Jahren lädt die FDP des Bezirks Zurzach in Bad Zurzach und im Aaretal zu je einem Informationsabend mit Tipps zum Ausfüllen der Steuererklärung ein. Die erste Veranstaltungen fand am Donnerstagabend in Bad Zurzach statt. Bezirksparteipräsident Huldrych Egli nutzte einleitend die Gelegenheit, auf die bevorstehenden Grossratswahlen vom 8. März aufmerksam zu machen. Durch die Steuermaterie führte Barbara Sramek, Eidg. dipl. Steuerexpertin vom Büro VOSER Rechtsanwälte, Baden. Eine Umfrage ergab, dass rund die Hälfte der Anwesenden die Steuererklärung mit dem vom Kanton gratis zur Verfügung gestellten Programm „EasyTax" ausfüllen. Die Referentin legte den übrigen Teilnehmenden nahe, dass Programm ebenfalls zu verwenden. EasyTax habe sehr viele Vorteile, sei gegenüber dem Vorjahr benutzerfreundlicher geworden und erleichtere die Arbeit wesentlich. Bei der Demo wurde gezeigt, dass die Menüleiste auf der linken Seite, die Doppelklicktechnik und das einfache Umschalten zwischen dem Assistenten- und Formular-Modus echte Verbesserungen sind. Wer das EasyTax bereits im Vorjahr verwendet hat, spart zudem Zeit durch die automatische Übernahme der Vorjahresdaten. Einzutragen sind lediglich noch die Änderungen und die neuen Werte. Wer sich mal zur Verwendung von EasyTax überwunden habe, gehe nie mehr zurück, sagte die Steuerexpertin.

Vorbereitung entscheidend

Anhand einer Mustersteuererklärung zeigte die referentin, worauf es beim Ausfüllen ankommt und gab gleichzeitig nützliche Tipps und Hinweise. Als wichtigste Vorbereitungen nannte sie, egal ob die Steuererklärung auf Papier oder mit dem PC ausgefüllt wird, die Bereitstellung aller notwendigen Unterlagen. Dazu zählen insbesondere die Steuerveranlagung des Vorjahres, der Lohnausweis resp, die Rentenbescheinigung, die Bankbelege, Liegenschafts-Belege, Belege über Schulden und Schuldzinsen, Bescheinigungen für Einzahlungen in Säule 2 und 3a, Belege für Berufsauslagen, Krankheitskosten, gemeinnützige Zuwendungen und weitere. Wer die Belege das ganze Jahr durch bereits separat in einem Ordner sammelt, hat es einfacher. Wird die Steuererklärung von Hand ausgefüllt, sind zuerst alle Beiblätter und erst am Schluss das Hauptformular auszufüllen. Da beim Steueramt die von Hand ausgefüllten Formulare eingescannt werden, sollten Zahlen rechtsbündig und ohne Tausender-Trennzeichen in die Kästchen geschrieben werden. Nicht benötigte Felder sind leer zu lassen.

Fristen beachten

Bis Ende März sollte die Steuererklärung 2008 zusammen mit allen notwendigen Belegen abgegeben werden. Andernfalls ist beim Gemeindesteueramt schriftlich um eine Fristerstreckung zu ersuchen. Nach Erhalt der definitiven Veranlagung wird empfohlen, diese mit der Deklaration gemäss Steuererklärung zu  überprüfen und bei nicht annehmbaren Abweichungen innert 30 Tagen mit eingeschriebenem Brief Einsprache zu erheben.

Nur wenige Neuerungen

Die einzige Änderung für 2008 betrifft die Bundessteuer. Bei der Ehepaarbesteuerung werden ein Zweitverdienerabzug sowie ein zusätzlicher Sozialabzug gewährt. 2009 kommen die reduzierten Steuertarife zur Anwendung und ab dem Jahr 2010 gibt es eine vereinfachte Nachbesteuerung der Erben sowie eine straflose Selbstanzeige von nicht deklarierten Beträgen. Ab 2010 wird auch der Freibetrag bei der Verrechnungssteuer von 50 auf 200 Franken hinaufgesetzt und die Dumont-Praxis beim Liegenschaften-Unterhalt abgeschafft. Zu Fragen Anlass gab einmal mehr die Unterscheidung  zwischen der nicht abzugsberechtigten Ausbildung und der abzugsberechtigten Weiterbildung. Zur Sprache kamen aber auch die Themen Pauschalbesteuerung von Ausländern und Steuerharmonisierung. Themen, zu denen Grossrat Franz Nebel Auskunft geben konnte. Die Veranstaltung wird am kommenden Donnerstag, 6. März, 20.00 Uhr, im Restaurant Linde in Kleindöttingen wiederholt. Als Referent steht Bruno Senn, Treuhandexperte bei der Firma UTA Treuhand AG, Kleindöttingen, Red und Antwort.

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