Nach der Begrüssung durch die Organisatorin dieser Veranstaltung, Susan Schlegel Boiten, Schulpflege Tegerfelden, spielte die Theatergruppe unter der Regie von Stephan Nabholz drei Szenen aus dem Eltern- und Schulalltag. Das Publikum wurde aufgefordert, kritische Momente zu beobachten.

In der ersten Sequenz gaben die Schauspieler Dagmar Kossow und Reto Baumgartner einen Einblick in die Küche der Familie Huber. Thema war das von der Schule verhängte Kickboard-Verbot an der Schule. Die Eltern wurden sich nicht einig, wie sie auf dieses Verbot reagieren sollen. Die Kommunikationsweise der Eheleute widerspiegelte sich in der sehr gereizten Stimmung.

In der zweiten Szene konnte ein Gespräch zwischen Lehrer und Mutter im Klassenzimmer beobachtet werden. Thematisiert wurden das Verhalten und die schulischen Leistungen des Sohnes. Lehrer und Mutter werden sich über die weiteren Schritte nicht einig. Die Mutter verlässt das Gespräch ziemlich aufgewühlt und hilflos.

Die dritte Szene gab Einblick in die Diskussion zwischen zwei Lehrpersonen während der Pause im Lehrerzimmer. Thema war der geplante Elternrat. Auch hier spürt der Zuschauer am Ende der Szene das ungute Gefühl auf beiden Seiten.

In den verschieden Szenen wurde oft der Alltag widerspiegelt. Viele Situationen kannten die Zuschauer aus dem eigenen Leben.

Im zweiten Teil wurden die drei Szenen nochmals gespielt. Das Publikum wurde aufgefordert mit einem „Stopp" zu intervenieren. Es bestand die Möglichkeit, mit den Figuren zu streiten und zu diskutieren, Vorschläge zu machen oder auch anstelle der Schauspieler wei-terzuspielen. Die Diskussionen über verschiedenen Szenen und das theatralische Auspro-bieren anderer Verhaltensmuster wurden durch das Publikum rege benutzt. Das Nachfragen des Moderators, Stephan Nabholz, ergab, dass die Schwerpunkte für ein angenehmes Zu-sammenleben gegenseitiger Respekt und Achtsamkeit, aufeinander eingehen und Zuhören sind. In der Zusammenarbeit Schule / Eltern ist zentral, dass Lehrpersonen den Eltern durch informelles Einbinden Sicherheit geben können, ihrerseits müssen Eltern den Kontakt zur Schule pflegen.

Die Diskussionen über Chancen und Stolpersteine in der Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus aber auch im privaten Umfeld haben beim Publikum Denkanstösse ausge-löst, um das nächste Mal gewisse Probleme konstruktiver anzugehen. Beim anschliessenden Apéro konnte weiter diskutiert, oder der ausklingende Abend einfach genossen werden. Herzlichen Dank dem „forumtheaterzürich" und den Organisatoren für dieses einmalige Theatererlebnis.