Aarau

Theatergemeinde Aarau erhält eine Geschäftsstelle

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Heidi Buri ist die Leiterin

Heidi Buri, Lenzburg, die Organisatorin der Aarauer Theatertage, ist die Leiterin der neu geschaffenen Geschäftsstelle der Theatergemeinde Aarau. Sie wird mit einem 20-Prozent-Pensum die Arbeit der zurückgetretenen Gisela Lauber, Präsidentin, und Margret Meier, Aktuarin/Redaktorin, übernehmen. Die Generalversammlung hiess diese Neuorganisation einstimmig gut.

Präsidentin Gisela Lauber hatte ihren Rücktritt auf die GV 2010 hin schon frühzeitig bekannt gegeben. Die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin blieb ergebnislos. Niemand wollte die grosse ehrenamtliche Arbeit der Programmgestalterin übernehmen. So kann man auf die Idee, eine honorierte Geschäftsstelle zu schaffen. Mit Heidi Buri, die sich leider für die GV entschuldigen musste, konnte eine kompetente Persönlichkeit für deren Leitung gefunden werden. Sie wird, als Vorstandsmitglied ohne Stimmrecht, für die Spielpläne und alles, was damit zusammenhängt, sowie für die Redaktion der Programme, die Propaganda und die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich sein. Es wird mit Kosten von rund 25 000 Franken gerechnet. Die Stadt Aarau hat sich bereit erklärt, die Hälfte dieses Betrages zu übernehmen. Die andere Hälfte fällt der Theatergemeinde an. Die Statuten müssen noch angepasst werden.

Die statuarischen Geschäfte lösten keine Diskussionen aus. Gisela Lauber konnte auf eine erfolgreiche Spielzeit zurückblicken. Die Qualität der Produktionen sei hoch gewesen und habe die Erwartungen erfüllt, stellte sie fest. Verkauft waren 186 Abonnemente (Vorjahr 198). Da im freien Verkauf etwas mehr Karten abgesetzt werden konnten, blieb die Zuschauerzahl mit 2201 (Vorjahr 2194) konstant. Die Auslastung betrug wiederum 66%. Am meisten Besucher verzeichnete die «Achterbahn» (299), am wenigsten «Oskar und die Dame in Rosa» (197).

Die von Kassier Franz Wegmann präsentierte Rechnung schliesst bei Einnahmen von 168 000 und Ausgabe von 163 000 Franken mit einem Gewinn von 5000 Franken ab. Die Entschädigung für die Tourneetheater betrug rund 100 000 Franken. Die Abonnemente brachten 51 000 Franken ein, der Billettverkauf 16 500 Franken. Von der Stadt erhielt die TGA 60 000, vom Kuratorium 20 000 Franken. Das Vermögen beträgt 142 600 Franken. Der Mitgliederbeitrag wird bei 50 Franken belassen.

Nebst Gisela Lauber und Margret Meier hatte auch Susi Wild nach nur einem Jahr als Vorstandsmitglied demissioniert. Wieder gewählt wurden die vier Bisherigen: Hansulrich Ganz, Erika Lüthi, Franz Wegmann und Rosmarie Wildi sowie Max Wüthrich und Ingeborg Reichert als Revisoren. Das Präsidium ist noch nicht besetzt.

Mit Lob und Anerkennung für die geleistete grosse Arbeit und mit Blumen wurden Gisela Lauber und Margret Meier verabschiedet. Gisela Lauber gehörte dem Vorstand während 32 Jahren an, davon während 24 Jahren als Präsidentin. Unter ihrer Ägide haben 220 Vorstellungen und 19 Theaterfahrten zu Opernaufführungen stattgefunden. Unermüdlich und mit Freunde hat sie Jahr für Jahr die Spielpläne zusammengestellt und dabei stets eine glückliche Hand bewiesen. Eine gute Teamarbeit im Vorstand war ihr ein grosses Anliegen. Margret Meier amtete während 13 Jahren als Redaktorin und Aktuarin. Mit grosser Sorgfalt, Können und Pflichtbewusstsein hat sie die Öffentlichkeitsarbeit ausgeführt, im Vorstand mitgedacht und geschickt mitgestaltet. Der Dank aller Aarauer Theaterfreunde ist beiden Damen gewiss. (TGA)


Bild: Margret Meier (links) und Gisela Lauber.

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