10 Tage vor der Abreise nach Bra erfuhr die Kommission Bra davon, dass uns der Stand an der Cheese nicht mehr so gross wie 2007 zugeteilt worden ist, sondern um ca. 50% „gestutzt" worden ist. Die veranlasste Moritz Grubenmann vom Ausschuss Bra zu einem Kurztripp nach Bra, mit Erfolg, denn die zusätzlichen Zelte und Bänke brachten doch eine gute Sitzplatzauslastung. Alle Einsatzplanungen mussten somit geändert werden, eine knifflige Aufgabe, wie sich in Bra gezeigt hat. Auch wurde für die eigene Röstiherstellung im letzten Moment eine Profi-Röstischneidmaschine organisiert, was die Arbeit in der Schulküche (unter Hochdruck) wesentlich erleichtert hat. Hier gilt es unseren Dank für Röstimaschine und den Grossgrill an die Guggemusik und Karl Wiegand abzustatten. Nachdem am Freitagmorgen alle Koffer, Geräte, Bier, Würste, Torten und Kirsch eingeladen worden sind, ging es genau im Zeitplan los Richtung Bra. Unterwegs wurde nun der neue Einsatzplan an die Teilnehmer, es waren dieses Jahr 36 Personen, verteilt und erklärt. Auf Wunsch von Bra konnten wir dann am Freitagabend nach einem doch recht hektischen Aufbau und Einrichten unter grossem Zeitdruck unseren Stand pünktlich ab 18.00 Uhr eröffnen. Sogleich wurde die eingeteilte Gruppe am Bierhahn (Appenzeller Bier) sowie an den beiden Raclettestationen voll gefordert. Auch die mitgenommenen St.Galler Kalbsbratwürste und Servelat wurden bereits sehr viel verkauft. Die beengten Platzverhältnisse waren sehr mühsam für die „Schaffenden", wurden aber während der ganzen Einsatzzeiten von Freitag bis Sonntagabend sehr gut gemeistert. Ab Samstag war dann auch unser Restaurant und die Küchenmannschaft voll in Aktion. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass die Schlange via Kasse für Bier vom Zapfhahn und Racletto con Pane, d.h. Raclette auf eine Scheibe Brot, eigentlich nie abriss. Auch das Restaurant hatte eigentlich immer viel zu servieren, denn unsere Speisen, Rösti frisch aus der Küche, mit ohne Raclettekäse oder Würsten, Raclette und der Spreitenbacher Kaffee mit Kirsch und Schüümli, serviert im kleinen Spreitenbacher Glas, wurde rege konsumiert. Die Kirsch und Rüeblitorten wurden rege genossen. Am Sonntagnachmittag gingen - wie die anderen Jahre auch - nacheinander das Appenzeller Bier, die Würste und der Raclettekäse aus. Also wurden wieder zusätzlich in Bra - wie 2007 - Raclettekäse und 18 Stück 5 Liter Fässer Bier besorgt und auch noch verkauft. Als dann noch die letzten beiden Portionen Raclette auf Brot um 20.45 Uhr an zwei junge Frauen von Bra (die haben uns aber an allen Tagen besucht und konsumiert) gratis abgegeben wurden, konnten wir auf eine sehr erfolgreiche Teilnahme an der Cheese in Bra blicken. Auch der jüngste Geniesser von Racletto con Pane bekam von seiner Mamma die zweite Portion im Kinderwagen in kleine Stücke geschnitten und hat es mit strahlendem Lächeln genussvoll verspeist. Was kann man sich mehr wünschen als solche kleinen Geniesser. Die zweite Portion gratis, das war doch klar. Nun zu den eingekauften bzw. mitgenommenen Mengen: Bier 480 Liter (80 Liter in Bra eingekauft), Raclettekäse 120 KG, (30 KG in Brau eingekauft), Kalbsbratwürste und Servelat 1050 Stück, Kartoffeln (von Bra) 210 KG, Brot (von Bra) 110 KG, Torten 40 Stück und 5 Liter Kirsch. Wir müssen der Comune Bra - mit Signore Beppe Manassero, Chef der Tourismusregion Langhe - Roero von Bra, unser langjähriger Freund und Spreitenbacher Fan, unseren grossen Dank für die grosse Unterstützung aussprechen. Dank dem con der Comune Bra zur Verfügung gestellten Renault Kangoo konnte unser Material von Schulküche und Depot im Car auf den Ausstellungsplatz transportiert werden. Die von Moritz Grubenmann organisierten Essen für alle Teilnehmer haben wieder vorzüglich gemundet und wurden wieder von den Teilnehmern gerühmt. Der Schlusspunkt war ein Besuch auf dem Weingut Yvette Fux-Bosticardo, in Spreitenbach aufgewachsen, in Calosso. Dort wurde uns nach natürlichen Methoden hergestellter Rot und Weisswein zum degustieren kredenzt und auch dementsprechend eingekauft. Die Adresse kann unter w.weinreich@bluewin.ch verlangt werden, der Besuch lohnt sich sehr. Mehr ging auch nicht mehr in den Gepäckraum hinein, denn schon unser ganzes Gepäck musste hinten auf den freien Sitzplätzen verteilt werden. Auch der Zoll an der Landesgrenze war uns wohlgesinnt und liess uns mit einem kleinen Wink passieren. Der Ausschuss Bra dankt allen Reiseteilnehmern für den tollen Einsatz an der Cheese in Bra, wurden doch die gesteckten Ziele bei weitem übertroffen. PS: Auch im Herbst 2010 wird der Ausschuss Bra wieder eine Publikumsreise nach Bra und Umgebung durchführen. Dies werden wir im Frühjahr 2010 in der Presse publizieren. (wei)