Auch 2019 fand am 6. Juni der Tag der Tracht statt. Gefeiert wurde in diesem Jahr in Muttenz auf dem schönen Plätzchen an der Hauptstrasse 49/51. Genau rechtzeitig zum Beginn des Festes um 18.30 Uhr lockerten sich die Wolken und die Sonne kam zum Vorschein.
Die Anwesenden strahlten in den unterschiedlichsten Trachten. Nebst der traditionellen Baselbieter Werk- und Festtracht, erschienen einige auch in auswertigen Trachten wie einer Berner-, Basler-, Genfer- oder Zürchertracht. Doch auch Trachten aus der näheren Umgebung wie dem Fricktal waren vertreten.
Nach einer kurzen Ansprache begannen die ersten Tänze, welche musikalisch durch die Oberbaselbieter Ländlerkapelle begleitet wurden. Passend zur diesjährigen Ortschaft wurde als Eröffnungsstück die „Muttenzer Polka“ gewählt. In Anschluss an zwei weitere Tänze sang der Gesamtchor, bestehend aus den Sängerinnen und Sänger der Chöre Liestal, Aesch, Pratteln und Sissach, die Stücke „Gottwilche“ und „Dorma bain“. Dirigiert wurde der Gesamtchor in diesem Jahr von Stefan Kälin, dem Dirigenten des Trachtenchors Pratteln. Die Blöcke mit den Tänzen und den Gesangsstücken wechselten sich rege ab, so dass keine Langeweile aufkommen konnte.
Das Wechselspiel zwischen den Trachtenchören und den Trachtentanzgruppen durchbrachen in diesem Jahr das „Singen für alle“ und das „1+1“, wo alle Anwesenden zum Mitmachen aufgefordert wurden. Gesungen wurde zusammen unter anderem „Es Burebüebli mani nid“ und „Alles was bruchsch uf de Wält“, bevor zum Abschluss das „Baselbieter Lied“ angestimmt wurde. Während dieser Stücke verschmolz der gesamte Festplatz in Muttenz zu einem einzigen Chor. Neu in diesem Jahr eingeführt wurde das „1+1“, einem Tanz bei welchem die Tanzenden die Singenden und das Publikum zum Mittanzen einluden. Die Tänze waren dabei nicht allzu schwer, so dass auch ohne Kenntnisse der traditionellen Tänze problemlos mitgemacht werden konnte. So erfreuten sich in der zweiten Runde des „1+1“ auch zufällig vorbei gehende Passanten an einem kurzen Tänzchen, zu dem sie von den Trachtentänzern aufgefordert wurden.
Trotz der kühlen Temperaturen blieben und amüsierten sich die Besucher und Mitwirkenden bis zum Ende des Festes grossartig. Die Tanzenden und Singenden genossen das Aufeinandertreffen und Beisammensein, welches sie im übrigen Jahre nicht in diesem Ausmass erleben.

Annick Surer