Döttingen

Tagesausflug des Frauenbunds Döttingen

megaphoneLeserbeitrag aus DöttingenDöttingen
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Schöne Reise ins Klettgau

Wenn einer eine Reise tut, ...dann kann er was erzählen. Das Zitat von Matthias Claudius trifft auch dieses Jahr auf den Frauenbund Döttingen zu. Der interessante, bei schönstem Wetter durchgeführte Tagesausflug führte von Döttingen durch das deutsche und schweizerische Klettgau, das als Weinland und Kornkammer bekannt ist.

Pünktlich um 8 Uhr startete der Car der Firma Indermühle mit 32 Teilnehmenden in Richtung Koblenzer Zoll. Reiseleiterin Mara Schürch begrüsste alle herzlich und informierte über den Tagesablauf. Nach knapp einstündiger Carfahrt stand die Gesellschaft an der Schiffsanlegestelle in Schaffhausen und darüber grüsste majestätisch der Munot mit seinem berühmten Turme. Freundlich von der Crew des Rheinschiffes begrüsst, begaben sich die Reisenden in den „grossen Saal" des Schiffes, wo Kaffee und Gipfeli serviert wurden, während die Fahrt flussaufwärts ging. Bald wechselte die Gruppe aufs Oberdeck, von wo sich die malerischen Städtchen und die unberührten Flussufer im Fahrtwind noch besser bestaunen liessen. Vor der Rheinbrücke bei Diessenhofen durchfuhr nicht wenige ein rechter Schreck, denn plötzlich senkte sich das Dach des Oberdecks gefährlich über den Köpfen. Doch nur so, dass alle Ausflügler heil blieben und die alte Rheinbrücke problemlos passiert werden konnte. Im Nu verflogen die zwei Stunden auf Vater Rhein, und das Städtchen Stein am Rhein empfing die Döttinger als Zeuge einer längst vergangenen Zeit. Der Marsch durch das malerische Städtchen mit den mittelalterlichen Riegelhäusern mit Erkern und wunderschön bemalten Fassaden liess bereits erahnen, dass die mittags stattfindenden Führungen sehr interessant würden. Doch nun wurden erst Hunger und Durst gestillt im Restaurant Klosterstübli, wo der „Biergarten" mit Gallerie für die Gruppe aus Döttingen reserviert war. Es zeigte sich, dass sich zwischen dem alten Gemäuer und einer Blumenpracht wunderbar speisen liess.

Führungen durch das Städtchen Stein am Rhein und das Kloster St. Georgen:
Nach dem feinen Mittagessen waren alle „hungrig" auf die Geschichte des Städtchens am Rhein. Zwei Reiseführerinnen übernahmen je eine Gruppe. Während die einen das ehemalige Benediktinerkloster St. Georgen erkundeten, streiften die anderen durch die Gässchen und Gassen und liessen sich über Hexen, feile Frauen und fromme Betschwestern aufklären. Wie waren doch alle froh, nicht im Mittelalter geboren zu sein! Das Schicksal der vielen ungerecht und grausam behandelten Frauen berührte, auch heute noch, die Gruppenteilnehmer. Das ehemalige Kloster St. Georgen, gegründet anfangs des 11. Jahrhunderts, befindet sich sozusagen neben dem Restaurant Klosterstübli und ist eine der am besten erhaltenen Klosteranlagen der Schweiz. Im 19. Jahrhundert war die Existenz des Klosters erstmals gefährdet, denn der Stadt war dessen Unterhalt zu aufwendig. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es dank des Kaufs des protestantischen Pfarrers Ferdinand Vetter nicht abgerissen. Heute befindet es sich als Kulturgut im Besitze der Eidgenossenschaft. Nach diesen Führungen war noch Zeit, um durch das Städtchen zu schlendern und zu „lädele", und so manches Souvenir wechselte den Besitzer.

Rückfahrt und Andacht in der Kapelle Fisibach: Durch Thurgauer und Zürcher Lande führte Carchauffeur Hausi die Reisenden sicher nach Fisibach, zur Kapelle der hl. Agatha. Im kühlen Innern der schmucken Kapelle begrüsste Herr Felix Vögeli, als Präsident der Kirchenpflege, die Döttinger. Die Kapelle stammt aus dem 17. Jahrhundert, ist der Stolz des Kapellenvereins und heute im Besitze der Einwohnergemeinde Fisibach. Pfarrer Hans Boog gestaltete anschliessend, unter Mithilfe von Irene Bürli, eine kurze, eindrückliche Andacht.


Unter den Platanen: Im benachbarten Städtchen Kaiserstuhl konnte in der schönen Gartenwirtschaft des Restaurant Kreuz noch einmal Energie getankt werden. Frisch gestärkt stieg die Gruppe wieder in den Car. Präsidentin Edith Amstutz griff auf der letzten Etappe von Kaiserstuhl nach Döttingen zum Mikrofon. Mit ihrem Lob für diese wunderschöne Reise sprach sie allen aus dem Herzen, und mit einem kräftigen Applaus stimmten die Reiseteilnehmer ihrem Dank an Reiseleiterin Mara Schürch, Präses Pfarrer Hans Boog, Irene Bürli und an Carchauffeur Hausi zu. Bereits freuen sich alle auf die Reise im nächsten Jahr. (smi)

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