Rottenschwil

Tagesausflug der Naturschutzvereine Regio Frick

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Der alle zwei Jahre stattfindende Ausflug der Naturschutzvereine Regio Frick führte dieses Jahr ins Feuchtgebiet der STILLEN REUSS. Das Naturschutzgebiet um die stillgelegte Flussschlinge bei Rottenschwil umfasst eine Fläche von etwa 20 Hektaren. Mit viel Geduld, guter Planung und spezialisierten Arbeitseinsätzen wird versucht, dem Gebiet, welches anfangs des 19. Jahrhundert von der Reuss abgetrennt wurde, etwas vom ursprünglichen Zustand zurückzugeben. Nach Abschluss der Reusstalmelioration wurde vor ca. 30 Jahren der Unterhalt des einmaligen Naturschutzgebietes durch den Kanton Aargau übernommen. Eigens für die umfassenden Pflegemassnahmen wurde ein Raupenhäcksler entwickelt, welcher das Zurückschneiden des sonst überhandnehmenden Schilfes erleichtert, oder überhaupt erst ermöglicht. Im Gebiet des alten Reussarms konnten bereits mehrmals bereits verloren geglaubte Tier- und Pflanzenarten wieder entdeckt werden. Gottfried Hallwyler, Leiter des Unterhalts der Kantonalen Naturschutzgebiete, wusste den interessierten Teilnehmenden einiges über die Wichtigkeit der Pflege der Riedlandschaft zu berichten. Er konnte auch verschiede Vogelarten ansprechen. So liess der Pirol seinen melodiösen Gesang ertönen, die Rohrammer, der Sumpf- und der Teichrohrsänger sangen um die Wette und einige Kiebitze zeigten ihre eher flatterhaften Flugkünste. Anschliessend an den Rundgang betrachteten die Teilnehmenden den Garten des denkmalgeschützten Zieglerhauses in Rottenschwil.

Nach dem feinen Mittagessen im Restaurant Löwen in Hausen am Albis bekamen die Teilnehmenden in der zweiten Tageshälfte einen Einblick in das Naturzentrum Sihlwald. Einen nicht alltäglichen Anblick boten die neugierigen und verspielten Fischotter mit ihren eleganten Schwimmkünsten. Verschiedene Infostände luden Gross und Klein zum Experimentieren und Staunen ein. Aktuelles und Basiswissen wurden vermittelt. Martin Horat, der bekannte Muotathaler Wetterschmöcker, verriet in einem kurzen Referat spezielle Beobachtungstipps für Wetterprognoseninterssierte. Trotz partiellen Regenschauern marschierte ein Teil der Gruppe zügig der Sihl entlang nach Langnau am Albis, während die andere Gruppenhälfte sich im Sihlzentrum umschaute. Wir danken Karl Müller vom NV Oeschgen für die Organisation des kurzweiligen Tages und sind gespannt, wohin die Exkursion in zwei Jahren führen wird.

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