Von: Tabakkollegium Fricktal

Für den diesjährigen Ausflug vom Tabakkollegium Fricktal hatte Tabakkollege Dieter die Organisation übernommen und das Motto „Wir bleiben im Kanton und besuchen die Habsburger“ gewählt.

Früh am Morgen (um sieben Uhr fünfzehn) startete das personell stark reduzierte Tabakkollegium Fricktal von ihrem Treffpunkt bei der Post in Möhlin in Richtung Frick, wo sie den ersten Halt für ein z’Morge einlegte. Die Zeit reichte auch noch für das paffen der ersten Pfeife des Tages.
Zufrieden und frisch gestärkt konnte sich das Kollegium dann wieder ihrem routinierten Chauffeur Paul anvertrauen. Jetzt wurdegewerweisst wohin der Organisator seine Kollegen entführen wird. Es war wie jedes Jahr ein kleines Geheimnis und so wurde es für die Gruppe auch diesmal eine Fahrt ins Blaue. Dieter verriet nur soviel: „Es geht an einen geschichtsträchtigen Ort der bereits im späten 12. Jahrhundert gewissen Herren als Wohn- und Herrschaftsort diente.“

Unterwegs gab der Reiseleiter einen weiteren Hinweis: „Es geht zu einem der bedeutendsten Wasserschlösser der Schweiz, das sich auf zwei Inseln befindet.“ Bald einmal wussten die Kollegen, wohin die Reise geht: „Es könne nur das Hallwyler Schloss sein“ wurde befunden. Und Recht hatten sie.

Folgendes hat der Dieter aus der Geschichte des Schlosses und dem See recherchiert (die moderne IT-Technik hat es ihm erleichtert):
Das Schloss Hallwyl ist eines der bedeutendsten Wasserschlösser der Schweiz und befindet sich auf zwei Inseln im Aabach, nahe dem nördlichen Ende des Hallwilersees auf dem Gebiet der Gemeinde Seengen. Die Herren von Hallwyl sind  ein Adelsgeschlecht und sie waren seit dem 13. Jahrhundert Ministerialen der Habsburger. Seit 1925 ist das Schloss öffentlich zugänglich und seit 1994 im Besitz des Kantons Aargau und Teil des Museums Aargau.

Und genau dies Schloss mit seiner eindrücklichen Geschichte hatten die Freunde der Pfeiferauchenden Zunft eingehend inspiziert.

Vorgängig jedoch genehmigten sie sich einen ausgiebiger Apéro im Schlossrestaurant. Bei dieser Gelegenheit gedachten die Pfeifenraucher ihrem kürzlich verstorbenen Obmann Armin Frey.

Die sehr engagierte und anschauliche Führung war sehr interessant und bot den Tabakkollegen einige neue Erkenntnisse.  Auch die Gegend um den See selber bietet viel Geschichtliches und Gemeinsamkeiten mit Augst/Kaiseraugst, dem alten römischen Augusta Raurica. 
Bei Seengen befand sich eine Siedlung der Römer. Um 1300 hatte der See verschiedene Namen: Halwiler se, lacus de Seingen (nach Seengen), Escherse (nach Aesch). Dann aber setzte sich der Name der Vögte, der Herren von Hallwyl, durch. Erst 1859 wurde der Hallwilersee zu einem öffentlich zugänglichen Gewässer. 1883 erfolgte die Eröffnung der Seetalbahn entlang des westlichen Ufers, 1888 nahm der Ausflugsverkehr mit Schiffen den Betrieb auf.

Nach dem Ausflug in die Geschichte des Kantons Aargau begaben sich die Tabakkollegen zum Mittagessen in das Restaurant Schifflände in Birrwil. Nach dem vorzüglichen Mahl, das bei gutem Wetter auf der Terrasse eingenommen werden konnte, wurden erneut die Pfeifen gestopft und mit aller notwendigen Ruhe genussvoll geraucht.

Aber so eine Ruhe währt bekanntlich nicht ewig und die Pfeifen erloschen bald einmal. Da während der Sommersaison die Schifffahrtsgesellschaft Hallwilersee interessante Touren anbieten, begab sich die fröhliche Runde mit der MS Brestenberg auf „grosse“ Fahrt. Sie führte von Birrwil über Mosen, Meisterschwanden und wieder zurück zum Ausgangspunkt Birrwil.

Petrus war den Tabakkollegen immer nach wohlgesonnen und so stopfte sich der eine oder andere nochmals eine Tabakpfeife. Natürlich auf dem Sonnendeck wie es für rücksichtsvolle Pfeifenraucher selbstverständlich ist. Nach dem „ausschiffen“ in Birrwil nahm das Kollegium den Heimweg unter die Räder. Die Tabakkollegen bedankten sich im Bus mit einem kräftigen Applaus bei ihrem Chauffeur Paul und ihrem Reiseführer Dieter.

Einige unentwegte vom Tabakkollegium Fricktal trafen sich noch in ihrem Stammlokal für einen oder zwei Schlummerbecher, bevor auch sie sich endgültig auf den Heimweg machten.
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