Oberentfelden

T-Shirts mit Totenköpfen sind tabu

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Der Rotary Club Wynen- und Suhrental und Ruth Meier bieten seit 2005 jährliche Workshops für Lehrstellensuchende an. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die ihre vorhandenen Schulkenntnisse im Bereich Lehrstellensuche erweitern möchten.

Leises Gemurmel und Getuschel ist aus dem Sitzungszimmer im 4. Stock der Gemeindeverwaltung Oberentfelden zu hören. 26 Schülerinnen und Schüler der 2., 3., und 4. Oberstufe sitzen an den Tischen und warten gespannt auf den Beginn des Workshops. Während vier Stunden werden sie an diesem Nachmittag lernen, wie man bei der Lehrstellensuche geschickt vorgehen kann.
Betreut werden die Schülerinnen und Schüler von Ruth Meier aus Oberentfelden. Sie ist diplomierter Coach und Mentorin und begleitet Menschen bei einer beruflichen Neuorientierung oder eben bei der Lehrstellensuche. Unterstützt wird sie von Hannes Kirchhof, Vorstandsmitglied des Rotaryclubs Wynen- und Suhrental und selbstständiger Fotograf. Hannes Kirchhof bildet seit 23 Jahren Lehrlinge zu Fotografen aus und lässt an diesem Nachmittag vor allem seine praktische Erfahrung als Lehrmeister in den Workshop einfliessen.
«Ihr kennt die Situation sicher: Man sitzt vor dem Computer und hat einfach keine Ahnung, was man im Bewerbungsbrief alles schreiben soll», beginnt Ruth Meier den Lehrstellenworkshop. Mit Hilfe der anwesenden Jugendlichen will sie an diesem Nachmittag neun wichtige Punkte bei der Lehrstellensuche thematisieren.


Persönlichkeit als wichtiger Faktor
Einer dieser Punkte ist die Wichtigkeit der Leistungsmotivation und der Persönlichkeit: «Lasst euch nicht von eurem Mami zur Schnupperlehrstelle fahren, das macht keinen guten Eindruck», erklärt Meier. «Wenn ihr den Arbeitsweg alleine meistert, zeigt das, dass ihr selbständig seid.» Bei gleichem Leistungsausweis spiele vor allem die Persönlichkeit der Lehrstellen-Kandidaten eine Rolle, darum: «Geht offen auf Menschen zu, seid höflich und macht euch eure Stärken bewusst», betont die Mentorin.
Ein weiterer wichtiger Punkt vor einem Bewerbungsgespräch liege in der Zielformulierung. Das Formulieren von motivierenden und realisierbaren Zielen ist wichtig, denn «Wer kein Ziel hat, kann auch kein Ziel erreichen.» Persönliche Ziele sollten immer auch persönliche Wünsche darstellen. Von Vorteil sei es auch, die eigenen Ziele zu visualisieren, sie sich bildlich vorzustellen. «Kein Treffen und kein Gespräch sollte ohne eine konkrete Zielforstellung durchgeführt werden», betont Ruth Müller
Weiter wurden im Kurs Themen wie angepasste Kleidung, Umgangsformen und die Körpersprache besprochen.
«T-shirts mit Totenköpfen und zerschlissene Jeans sind tabu», sagt Müller. Der erste Eindruck einer Person hänge zu 55 Prozent vom Aussehen, zu 38 Prozent von der Sprache und nur zu sieben Prozent vom effektiv Gesagten ab.
Auch Videoaufzeichnungen von Telefongesprächen und Vorstellungsgesprächen wurden im Workshop angeschaut und analysiert. Das Thema Bewerbungsdossier wurde anhand von Dossier-Beispielen besprochen.
«Wichtig ist, dass ihr alle bei Absagen optimistisch dranbleibt», erklärt Ruth Müller.
Am Mittwoch, 25. November findet ein weiterer Workshop statt. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldungen gehen an ruth.meier@rm-kommunikation.ch, 062 723 85 77. (nra)

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