Am 18. Februar durfte Präsident Andreas Anner zahlreiche Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten zur 94. Generalversammlung der SVP Ortspartei Windisch begrüssen. Als besonderer Gast erwies Thomas Burgherr, Grossrat und Präsident der SVP Aargau, der Sektion die Ehre. Erfreulicherweise durfte die Partei 2012 trotz erheblichen Auslagen einen ansehlichen Gewinn verbuchen. Andreas Anner wurde einstimmig und mit grossem Beifall wiedergewählt. Die Abstimmung vom 3. März über die Stromprodukte des Elektrizitätswerks Windisch sorgte naturgemäss für angeregte Diskussionen. Philipp Ammon nahm von Seiten des Referendumskomitees Stellung und dankte für die grosse Unterstützung bei der Unterschriftensammlung. Helmut Käpplinger hob das zustande gekommene Referendum als ein Highlight des vergangenen Jahres hervor und betonte, er sei froh darüber, dass die Windischer Stimmbevölkerung die Gelegenheit erhalte, über die „abstruse Strompolitik“ der Gemeinde abzustimmen. Die Versammlung beschloss einstimmig die nein-Parole zur erwähnten Vorlage. Das Jahresprogramm wurde ohne Änderungen genehmigt. Mitglieder und Gäste freuen sich schon jetzt besonders auf ein rege besuchtes Brugger Stadtfest und auf das traditionelle Lindhoffest. Auch der beliebte Dorfrundgang mit Gemeinderätin Heidi Ammon findet wieder statt.

Thomas Burgherr – ein ehemaliger Windischer – erzählte im Anschluss an den statutarischen Teil aus dem politischen Nähkästchen. Die Ortsparteien bezeichnete er als Fundament jeder Partei. Allein 2012 Jahr wurden im Aargau fünf neue SVP-Ortssektionen gegründet. Parteien, die sich von ihrem Fundament entfernen, würden verlieren, was in den vergangenen Jahren verschiedentlich vor Augen geführt wurde. Die SVP dagegen profitierte von ihrer Glaubwürdigkeit und legte zu – zum Beispiel bei den Grossrats- und Regierungsratswahlen 2012. Nach der Katastrophe von Fukushima machten die meisten Parteien eine energiepolitische 180-Grad Wende – die SVP nicht. Dies trug wesentlich zu deren Erfolg bei. Für Schmunzeln unter den Anwesenden sorgte Burgherrs Bemerkung, der Aargau sei mit seinen bürgerlichen Mehrheiten gut gefahren – Windisch ist hier eine doppelte Ausnahme. Immerhin aber können auch die Windischerinnen und Windischer noch selber entscheiden!

Bernhard Stüssi