An der Orientierungsversammlung der Ortspartei informierten die Gemeinderäte Maurice Humard und Thomas Hofstetter über die Geschäfte der kommenden Gemeindeversammlung.

Der Voranschlag 2009 sieht einen unveränderten Steuerfuss von 120% vor, obwohl auch im laufenden Jahr mit einem positiven Abschluss gerechnet werden darf. Gemeindeammann Maurice Humard begründete dies mit den steigenden Beiträgen, welche vom Kanton auf die Gemeinden abgewälzt werden, und der negativen Entwicklung in Bezug auf das verfügbare Investitionskapital. Neu müssen von den Gemeinden die Restkosten für die Sonderschulen, Heime und Werkstätten übernommen werden. Zudem wird allgemein mit der vorgezogenen Steuersenkung durch den Kanton gerechnet, was auch bei den Gemeinden zu Mindereinnahmen führen wird. Die SVP unterstützt den Antrag des Gemeinderates für den Voranschlag 2009 mit einem gleichbleibenden Steuerfuss von 120%.

Die Schaffung einer 50%-Stelle für die Gemeindekanzlei gab wenig Anlass zu Diskussion und wird allgemein unterstützt. Auch im Hinblick auf eine Fusion macht diese Personalaufstockung Sinn. Alle Gemeindeangestellte werden auch in einer fusionierten Gemeinde eine Stelle haben, wenn auch nicht unbedingt die gleiche Arbeit. So werden weniger Chefbeamte, dafür mehr Sachbearbeiter benötigt.

Maurice Humard bezeichnete die Fusion mit Lenzburg als einmalige Chance. Werde sie jetzt nicht gepackt, dürfte sie so schnell nicht wieder kommen. Er führte aus, dass das Zusammengehen mit Lenzburg aus betriebswirtschaftlicher Sicht ein Gewinn sei und Möriken-Wildegg nie Interesse an einer Fusion gezeigt habe. Auch seien die RTB und die zusammengelegte Feuerwehr keine Hindernisse für die Fusion. Es ge-be dafür verschiedene Lösungsansätze, die aber im Detail noch nicht ausgearbeitet wurden, um nicht unnötige Kosten vor der Zustimmung für die Detailabklärungen durch die Bevölkerung auszulösen. Vieles wurde bereits an anderer Stelle gesagt und an diesem Anlass wegen der vorgerückten Stunde nicht mehr wiederholt. Neben einigen kritischen Stimmen fand das Vorhaben in der Versammlung grossmehrheit-lich Zustimmung und dem Gemeinderat wurde für seine grosse Vorarbeit applaudiert.

eko