Gegen 30 Personen trafen sich Anfang März zur Einweihung der zweiten suhrsolar-Anlage zur Produktion von Solarstrom. Auch bei trübem Wetter war der Blick aus dem Gemeindehaus auf die Anlage gegenüber auf dem Dach des Werkhofes beeindruckend und befriedigend: Die Lage ist ideal nach Süden ausgerichtet und setzt im Dorfzentrum einen gut sichtbaren Akzent für erneuerbare Energie.

Ein Jahr nach der ersten Gemeinschaftsanlage konnte bereits eine zweite in Betrieb genommen werden. Sie speist seit Anfang 2016 Solarstrom ins Netz. Alle Mitfeiernden haben sich mit einem Darlehen an dieser zweiten Anlage beteiligt und sich damit für die nächsten 20 Jahre auch entsprechende Bezugsrechte für Solarstrom gesichert. Die Präsidentin der IG suhrsolar, Andrea Leuenberger blickte in ihrer Ansprache auf die Entstehung des Projektes zurück und dankte allen Beteiligten, den Sponsoren, vor allem aber auch der TBS Strom AG, die das Beteiligungsmodell erst ermöglicht hat.

Deren Geschäftsführer, Johnny Strebel zeigte auf, dass die jährliche Produktion von Solarstrom in Suhr in den letzten Jahren exponentiell angestiegen ist und im Jahre 2015 die Marke von 400‘000 kWh überschritten hat. Diese lokale Produktion hat offenbar auch viele Strombezüger überzeugt: seit 2012 stieg der Verkauf von lokal produziertem Ökostrom (Photovoltaik und Wasserkraft) bei der TBS von gut 100'000 kWh auf über eine Million kWh. Die dezentrale Produktion und deren Sichtbarkeit im eigenen Dorf sind überzeugende Argumente für den Umstieg auf erneuerbare Energie.

Die IG suhrsolar trägt gerne weiterhin zu dieser "Energiewende von unten“ bei und baut das vorteilhafte Beteiligungsmodell weiter aus: Interessierte können sich auf www.suhrsolar.ch informieren und ihr Interesse an einer Beteiligung anmelden. Eine wachsende Liste von Interessierten wird auch einem dritten Projekt Schub geben!