Erdbeertörtchen, Linzerschnitten, Schoggicake und Hefekuchen, Proseccocüpli in Reih und Glied und drei Kaffeemaschinen im Dauerstress, dazu ein Party Mix aus den Lautsprechern und die Herzlichkeit der Gastgeber, das waren die Zutaten für einen kurzweiligen Nachmittag am Tanztee bei Dancer’s World.

Der Meteo-Frosch sagte kühle, wolkendüstere Wetterlage voraus, im Tanzsaal hingegen war die Stimmung mehr als sonnig-heiter. Die Klimaanlage kämpfte schon bald gegen Überhitzung. 35 Paare machten ihren Tanzlehrerinnen und –lehrern alle Ehre und zeigten, was von ihnen gelernt wurde. Mancher Mann fühlte sich wie Humphrey Bogart und tanzte filmgerecht so à la: Schau mir in die Augen, Kleines! Bei anderen war der Blick noch ein bisschen auf die Füsse gebannt, als ob dort die Lösung für stolperfreien Chachacha geschrieben stände. Beim Jive flogen die Glieder, bei der Rueda Johns Befehle und beim Quickstep die Schweisstropfen. Leo zwinkerte seiner Tanzlehrerin keck zu, weil ihm auf Anhieb der lang geübte Wechselschritt im Walzer gelang.  Bei so viel Bewegungslust hielt es auch den DJ nicht mehr hinter dem Musikpult.

Nach intensiven Tanzrunden führten die Gentlemen ihre Damen galant zum Kuchenbuffet. Kalorien wurden am Montag wieder gezählt, zu lecker waren die selbstgebackenen Verführungen. Getreu Udo Jürgens Motto hiess es bei Dancer’s World sinngemäss: Sie schwatzen und tanzen, dann holen sie sich, noch Buttercremetorte und Bienenstich. Franziska, Gaby, Heidi und Erikas Hans -  aber bitte mit Tanz! Der Nachmittag an sich war erste Sahne. „Eine super schöne Party“, wie Kathrin über SMS verbreitete.

Der Anlass war ausgebucht, Glück hatte, wer am Samstag noch einen der letzten Plätze ergattern konnte. Die zweieinhalb Stunden waren fast ein bisschen zu knapp berechnet. Um 16 Uhr wurde aufgeräumt, die Krümel zusammengewischt, der Saal für die abendlichen Kurse geputzt. Viele wären gerne länger verweilt und hätten das Gefühl der entspannten Leichtigkeit noch ausgedehnt. Aber wenn’s am schönsten ist…