Frick

Stimmungsvoller Jodlerabend in Frick am 25. Januar 2020

megaphoneLeserbeitrag aus FrickFrick

Für viele Begeisterte des Jodelgesangs ist der «Jodlerobe» des Jodlerklub Frick eine liebgewordene Tradition. Da erstaunt es auch nicht, dass sich die MZH 1958 am letzten Samstag schon kurz nach Türöffnung rasch zu füllen begann. Gespannt wartete man auf den Konzertbeginn, der von den Sängerinnen und Sänger des Jodlerklub Frick mit dem stimmungsvollen Waldfride Jutz von Heinz Güller und dem bekannten Jodellied Am Thunersee von Adolf Stähli eröffnet wurde. Gäste, Sponsoren und viele Vereinsdelegationen wurden vom Präsidenten, Toni Mösch, begrüsst.

Das Chinderjodelchörli Frick, welches am Folklorenachwuchswettbewerb 2019 in Grenchen den glanzvollen 1. Platz erreichte, wurde mit begeistertem Applaus auf der Bühne willkommen geheissen. Frisch und unbeschwert sangen die Kinder Mir singid und musizierid von Emil Wallimann und e schöne Traum von Hannes Fuhrer.

Aus den Reihen des Klubs formierten sich Elisabeth Vogt und Benedict Egloff zum harmonischen Duett, feinfühlig begleitet von Doris Erdin auf dem Akkordeon. Im schönen Jodellied Es grüenet, komponiert von Heinz Willisegger, getextet von Lisbeth Arnold Meier, wurde die Sehnsucht nach einem frühen Frühling aufs herrlichste besungen. Solojodlerin Elisabeth Vogt überzeugte später im Programm mit dem feinen Jodellied Fräg z Müeti no von Franz Stadelmann.

Wieder auf der Bühne interpretierte der Jodlerklub zwei Lieder von Emil Wallimann: sÄrifeld und Chilbizyt. Und schon machte sich das Chinderjodelchörli für seinen nächsten Auftritt parat. Mit den beiden Liedern Ämmitaler Joggeli und Hüt gömmer nid is Näscht hatten sie die Sympathien des Publikums vollends gewonnen. Mit dem Hinweis auf die SF Sendung Viva Volksmusik, vom 8. Februar 2020, einem aufrichtigen Dank an den Dirigenten, Matthias Hunziker, sowie der Bitte während der Sendung doch unbedingt für das Chinderjodelchörli zu voten, sangen die Kinder vor der Pause mit dem Jodlerklub gemeinsam den Fricktaler Kafi Kirsch. Die Freude und der berechtigte Stolz der jungen Sängerinnen und Sänger war nicht zu übersehen. Doris Erdin auf dem Akkordeon unterstütze die Kinder bei allen Vorträgen musikalisch.

Eine grosszügig bestückte Tombola animierte in der Pause zum Loskauf. Für das leibliche Wohl sorgte die fleissige Küchenmannschaft, im Service effizient unterstützt durch die charmanten Damen der Gymnastikriege.

Frisch gestärkt erwartete das Publikum den zweiten Teil des Abends: Der Jodlerklub eröffnete diesen mit einer anspruchsvollen, dem appenzellischen Brauchtum verpflichteten, Komposition Vechschau Morge von Dölf Mettler. In eine gänzlich andere Stimmung versetzte das grosse Lied Alti Fründe von Paul Müller Egger: Getragen von schönen Erinnerungen an Jugendzeit und Freundschaft versetzte es in eine eher leise und melancholische Stimmung.

Abermals aus den eigenen Reihen stellten sich jetzt sechs schmucke Mannsbilder auf die Bühne. Die schönen Männerstimmen und ihre Darbietung des Liedes Ledig Buebe von Emil Wallimann wurden mit Schmunzeln und Applaus honoriert.

Ohne Frage ein Höhepunkt des Abends durfte erwartet werden, als die beiden Mädchen Anja und Fabienne, aus den Reihen des Chinderjodelchörlis, mit ihrem je eigenen Hackbrett auf die Bühne kamen. Mit sichtlicher Freude spielten sie in harmonischer Einheit mehrere anspruchsvolle Stücke. Kaum wollte man sie von der Bühne gehen lassen, den Beifall nahmen die jungen Musikerinnen mehr als verdient entgegen.

Mit zwei letzten Gesangsvorträgen und einer Zugabe des Jodlerklub (s Tanzliedli, Füdlibürger und wei no chli biibe) endete der offizielle Konzertteil. Das Publikum danke mit langem Klatschen für den gelungenen und abwechslungsreichen Abend. Nun war die Bühne frei für die Ländlerkapelle «Echo vom Schwandbode», welche zur Unterhaltung und zum Tanz aufspielte.

Unzählige helfende Hände haben mitgeholfen, diesen Anlass zu einem Erfolg zu führen. Ihnen allen gebührt ein grosses Dankeschön!

Meistgesehen

Artboard 1