Das bereits zur Tradition gewordene SSW-Fest stand in diesem Jahr unter dem Motto Piratenfest mit Schatzsuche. Aus einer überlieferten Sage war bekannt, dass um ca. 1750 Samuel Bellamy mit seinen Mannen im Mittelmeerraum sein Unwesen trieb, Handelsschiffe überfiel und Münzen und andere wertvolle Gegenstände stahl. Damit die Schätze niemandem in die Hände fielen, versteckte Bellamy seine Schatzkisten bis weit in die Alpenländer. Eine Kiste soll gemäss mündlichen Überlieferungen und einer alten Schatzkarte in der Gegend Schiltwald im Oberen Ruedertal versteckt sein.

Am 19. September stand nichts im Wege, sich im Schiltwald auf die Schatzsuche zu begeben. Der Piratengott brachte wiederum tolles Wetter und das Personal und Kinder erwarteten in ihren verschiedenen Piraten-Outfits die Besucher. Die Institution bot Spiel, Spass und Spannung für die ganze Familie, aber auch für das Kulinarische war bestens gesorgt.

Die Mitarbeitenden der Institution gestalteten mit den Kindern sieben Spielposten, wo Geschicklichkeit, Präzision, Balance, Treffsicherheit, Spass und eine Portion Glück gefragt waren, alles wichtige Eigenschaften eines guten Seeräubers. Beim Posten Kanonenschiessen wurden jeweils zwei Schüsse auf ein „Schiff" abgefeuert. Da jedoch die Kanone mit der Zeit nicht mehr wollte, konnten danach mit Piratenkraft mit Bällen Büchsen abgeschossen werden. Aus einem Boot musste beim nächsten Punkt Wasser geschöpft und mit verschiedenen Hilfsmitteln ein Parcour absolviert werden. Dabei sollte kein Wasser verschüttet werden, was leichter aussah als es dann wirklich war. Über Schiffsblanken laufen hiess es an einem nächsten Posten. Dies benötigte schon mehr Balance und Geschicklichkeit, wollte man den Pingpong-Ball auf dem Löffel im Mund sicher ans Ufer bringen. Beim folgenden Posten mussten mit Wasserpistolen Pingpong-Bälle von Flaschen abgeschossen werden. Für einen richtigen Pirat war das kein Problem, ausser das Ziel waren nicht mehr Bällchen und Flaschen sondern Mitkonkurrenten. Weiter ging es zum Punkt Fischen. Mit Angelruten konnten mit ruhiger Hand und etwas Glück tolle Gegenstände oder sogar eine Zwischenverpflegung aus einer Kiste geangelt werden. Einen Posten weiter wurde man als Seeräuber mit Seiltechnik konfrontiert. Es galt, drei verschiedene Knoten mit dem Seil zu fertigen, was selbst für erwachsene Piraten nicht einfach war. Spannung entstand am Punkt Schiffrennen, musste man möglichst schnell sein Schiff über Wellen, Muscheln und Fische an einer Schnur aufrollen. Waren die sieben Spielposten absolviert, hatte man ein siebenteiliges Bild vom Piraten Bellamy zusammen.

Am Infostand konnte das vollständige Bild in eine Schatzkarte umgetauscht werden. Danach ging es mit der Karte los auf die Schatzsuche. Etwas oberhalb der SSW im Wald stand eine grosse Schatzkiste mit Münzen und Wertgegenständen. Jede teilnehmende Gruppe buddelte sich eine Münze heraus und gab diese dann am Infostand mit der Schatzkarte ab. Über sechzig Münzen mit einer Nummer darauf wurden abgeben und kamen um Halb Fünf in die Verlosung. Gross war die Spannung, konnte man einen Goldbarren zu 20 Gramm und weitere Preise gewinnen. Die jüngsten zwei Kinder und der Älteste der SSW amteten bei der Verlosung als Glückspiraten. So gewannen je einen Essensgutschein in Käpt'n Joe Aarefähre Julia Mauch mit Rahel Bolliger aus Schmiedrued und Melina Gallo aus Birr. Den Hauptpreis gewann Joel Mühlethaler aus Birr, herzliche Gratulation!

Neben dem Spielparcour bot die Besj-Jungschar feine Piraten-Pizzas und Getränke an, welche in dem gemütlichen Ambiente vor dem Schulhaus genüsslich verzehrt wurden. Neben Soft-Ice gab es in der Kafi-Egge vom Hauswirtschaftsteam der SSW warme Getränke und selbst gebackene Muffins zum Dessert.

Um 17 Uhr ging ein gelungener Piratenanlass seinem Ende entgegen, die SSW-Seeräuber gingen nach letzten Aufräumarbeiten in ihr verdientes Wochenende. Ein Dankeschön gilt den vielen Gästen für den Besuch und das Mitmachen, aber auch allen Piratinnen und Piraten der Institution für den tollen Einsatz.

B.I.