Würenlingen geht es gut, aber...

... wenn man genauer hinschaut, könnte man auch sagen: Würenlingen geht es zu gut. Wie sonst kann man erklären, dass wir in der Tabelle der Steueraustände per 2008% (AZ vom 02. März 2010) mit ca. 22 % im unteren Viertel liegen? Da stellt sich manch einer die Frage, wie gross das Interesse beim Gemeinderat ist, diese Ausstände konsequent einzufordern. Denn gemäss Aussagen von Finanzexperten hat man die grösseren Chancen, wenn man frühzeitig am Ball ist und die säumigen Steuerzahler an die kurze Leine nimmt. Nur eine Gemeinde mit guten Kennzahlen sowie regelmässigen Steuerüberschüssen kann es sich leisten, Jahr für Jahr 1'600'000.- CHF(!) Steuerausstände auszuweisen. Hätten wir in guten Zeiten vermehrt darauf geachtet, dass die Bürger die Steuern rechtzeitig zahlen, müssten wir jetzt in vermeintlich schlechteren Zeiten weniger um diese Steuerausstände bangen. 

Apropos gute und schlechte Zeiten: Es ist interessant und vor allem sehr schön zu lesen, dass nun auch der Gemeinderat auf die Argumentation der SVP einschwenkt. Es ist noch nicht lange her, da hat die SVP Würenlingen an der Gemeindeversammlung argumentiert, man möge die Steuerkraft der Neuzuzüger mit ihren vermehrt guten Einkommen und entsprechend guten Steuerbeiträgen in die Budgetierung einbeziehen. Damals wies man uns mit Bemerkungen wie „diese Zuzüger kosten auch einiges an Geld" zurück. Nun wird im Gemeindebulletin vom 01. März 2010 endlich mit unseren Worten erklärt, warum es auch im Steuerabschluss 2009 zum wiederholten Male zu einem hervorragenden Resultat kam. Somit bleiben noch zwei Fragen offen: Warum wird Jahr für Jahr immer zu tief budgetiert? Und wann endlich wird der Steuerfuss auf realistische 90% gesenkt? Wir werden für die Würenlinger Steuerzahler am Ball bleiben. 

SVP Würenlingen