Mit dem Fest Erscheinung des Herrn (Fest der Hl. drei Könige)  sind seit alters her zahlreiche Volksbäuche verbunden. Bereits im 15. Jahrhundert gab es volkstümliche Spiele  und Umzüge.

Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Brauch des Sternsingens neu belebt. Unterstützt durch die Bistümer und der Förderorganisation „Missio“ wird die Botschaft der Heiligen Drei Könige in volkstümlicher Art und Weise verkündet. Die Sternsinger bringen etwas von Freude, welche die Menschwerdung Gottes in der Welt auslöste. Sie tragen Segen in die Häuser, und anderseits erinnern sie an die Verantwortung aller Getauften für die Weltmission.

Die Buchstaben  C M B (verbunden mit Kreuzzeichen) werden gedeutet als Anfangsbuchstaben  der so genannten drei Könige: Caspar, Melchior und Balthasar. Eine andere Deutung lautet:

Christus Mansionem Benedicat was heisst: Christus segne dieses Haus. Jedes Haus mit seinen Bewohnern soll erfahren, dass die Menschwerdung Gottes für alle Heil und Frieden bedeutet.

Auch die fünf Gruppen von Beinwil (Freiamt) zogen während zwei Abenden mit königlichen Gewändern von Haus zu Haus, sangen Weihnachtslieder, trugen Gedichte vor und segneten Häuser für das neue Jahr. Das Spendegeld, welches ihnen ins „Kässeli“gelegt wurde, geht an die Aktion „Kinder helfen Kinder“, je zur Hälfte an Benachteiligte Kinder in Indien und Tansania. Danke für den schönen Brauch, den die Kinder auch in diesem Jahr aufrecht erhielten und die Hilfe an minderbemittelte Kinder in den erwähnten Ländern. Einen herzlichen Dank auch an die Frauen vom Mütterverein, die die Durchführung dieser Aktion ermöglichen.

Richard Strassmann, Vikar