Die Finanzkommission Rupperswil hat nach der Prüfung des Budget, des Finanzplanes und des Steuerfusses für 2009 entschieden, den Antrag des Gemeinderates den Steuerfuss bei 95% anzusetzen, unterstützt.

„Wir wurden auf dem falschen Fuss erwischt"
Das Budget weist erstmals seit Jahren einen Verlust aus. Dieser basiert neben den hohen Investitionsausgaben auf der Ausfinanzierung der Aarg. Beamtenpensionskasse mit über 1,4 Mio. Franken. In die intensive Analyse der Finanzkommission wurde auch die aktuelle Krise an den Finanzmärkten einbezogen. Ein weiterer negativer Effekt sind die rückläufigen Aktiensteuern, welche zu einer Minderung des Steuersubstrates führen. Dies hat auch zur Folge, dass der Steuerertrag pro Steuerzahler wesentlich unter dem kantonalen Durchschnitt zu liegen kommt. Im Weiteren wurde auch die Reduktion der Steuern aufgrund der vorgezogenen Umsetzung des geänderten Steuergesetztes bereits per 2009 in die Beurteilung einbezogen. Je nach Interpretation beträgt diese Steuerreduktion zwischen 3-4%. Dieser nicht beeinflussbare Steuerausfall liegt Bereiche der Empfehlung der Finanzkommission aus dem Jahre 2007. All diese Effekte beurteilt die Finanzkommission als Aspekte, auf eine aktive Steuerfussreduktion für 2009 zu verzichten. Die Finanzkommission beurteilt dies als „auf dem falschen Fusse erwischt". Die Finanzkommission hat dies im Bericht entsprechend dargelegt und wird auf das Budgetperiode 2010 hin, die dannzumal aktuelle Situation erneut prüfen. Sollte sich das Rechnungsergebnis 2008 erneut viel positiver darstellen als budgetiert und die wirtschaftliche Situation sich in der Volkswirtschaft nicht wesentlich negativ verändern, wird eine weitere kritische Prüfung des Steuerfusses durchgeführt.

Rolf Kohler. Präsident Finanzkommission