Ab Schmutzigem Donnerstag heisst es wieder verkleiden, Konfetti werfen, Guggenmusik hören und sich hinter einer Maske verstecken. Das ist nicht jedermanns Sache.

Dancer’s World bot eine Alternative. Statt lärmenden Cliquen mit ihren Blech- und Schlaginstrumenten zu folgen, liess man sich von Rumba-, Walzer- und Bachataklängen auf die Tanzfläche locken. Statt Narren waren Tanzwütige und –willige losgelöst auf dem Parkett. Hoch war nicht der Alkoholspiegel, sondern bloss die Absätze der Damen. Ausgelassen gefeiert wurde auch ohne Urknall und Morgenstraich; ein fetziger Discofox und ein flotter Jive hatten die selbe animierend und vom-Stuhl-reissende Wirkung. Die Fasnacht - und der Winter ist bald vorbei, die Zeichen in der Tanzschule standen am Samstag ebenfalls deutlich auf Hitze, Lust am Leben und Heiterkeit in allen Ecken.

Keine Guggen schränzten, keine Ballermann-Lieder dröhnten, aber Spass hatten die Partytänzerinnen und –tänzer ganz offensichtlich. Es war fröhlich und friedlich, herzlich und heimelig. Die Füsse waren in Bewegung, man verfolgte das Können und Üben der anderen, unterhielt sich über vergessene Figuren und sonstige Allerweltsthemen, liess sich am Bartresen von Doris und Johannes das Cüpli auffüllen, zeigte sich von der strahlendsten Seite und spannte den Bauch an, besonders, wenn die Fotografin in der Nähe war, und bestellte beim DJ Marcus seine Lieblingssongs.

Es waren nicht alle Anwesenden Fasnachtmuffel. Die Party bot eine gute Gelegenheit sich aufzuwärmen für eine lange Nacht anderswo. Jedenfalls winkten Franziska, Peter und Viktoria vor Mitternacht ein aufgekratztes Good-bye und machten sich auf den Weg zu bunt-schrillen Faschingsbällen. Eingetanzt waren sie. Dancer’s Night UND Fasnacht geht auch.