Der Artikel der az („Der Steuerzahler soll von den Busbetrieb-Aktien profitieren“, Freitag, 25. April 2014, Seite 29) verschweigt einige wichtige Informationen: Erst seit die EUROBUS AG, ein Unternehmen der Knecht Gruppe, eine grosse Minderheitsaktionärin der Busbetrieb Aarau AG (BBA) ist, ist eine Dividendenzahlung überhaupt ein Thema. Ist es sinnvoll, dass die von den Trägergemeinden zu rund 50% finanzierte BBA eine Dividende zahlt, die wiederum ihnen, aber auch den privaten Aktionären mit Null-Risiko zugute kommt? Hofft man darauf, dass weitere Gemeinden ihre Anteile verkaufen werden und der Betrieb so still und leise an die EUROBUS AG übergehen soll? Ist da eine Privatisierung durch die Hintertür geplant? Es besteht überhaupt kein Grund, die private Beteiligung an der BBA auszubauen und diese durch Dividendenzahlungen attraktiv zu machen. Wenn aufgrund des Leistungsauftrags und/oder der erfolgreichen Betriebsführung Gewinne entstehen, können diese für die Äufnung von Reserven verwendet werden, oder die Zuschüsse der Gemeinden können durch die Anpassung des Leistungsauftrags reduziert werden oder die Tarife für die BusbenützerInnen können gesenkt werden, um den Gewinnausweis in Zukunft zu reduzieren. Dividendenausschüttungen an Private bei öffentlich unterstützten Unternehmen sind ein Fremdkörper. Alex Schneider, Küttigen