An der Studenten-WM der Orientierungsläufer im ungarischen Miskolc erreichte Anina Brunner aus Zufikon zwei Top-Platzierungen in den Staffel-Disziplinen. Die Sprint-Staffel in urbanem Gelände bestreiten jeweils zwei Damen und zwei Herren. Anina Brunner lief die Startstrecke. Sie konnte gut mit der Spitze mithalten und ging zwischenzeitlich gar in Führung. Am Ende übergab sie an 4. Stelle mit nur 13 Sekunden Rückstand und schaffte damit eine gute Ausganslage für ihre Teamkollegen – sehr zur Freude der Betreuerin Simone Niggli.

Auf der zweiten Strecke konnte der Schweizer Athlet nach einem fehlerlosen Lauf zum führenden Briten aufschliessen ­– das Schweizer Team lag auf Medaillenkurs! Alle Augen waren in der Folge auf den Favoriten aus der Schweiz gerichtet, der im Sprint Silber gewonnen hatte. Dem Läufer auf der 3. Strecke wurden jedoch die künstlichen Sperrgebiete, welche die Routenwahl erschwerten, zum Verhängnis. Er übernahm nicht wie erwartet die Führung, sondern schickte die Schlussläuferin mit anderthalb Minuten Rückstand ins Rennen. Am Ende wurden die Schweizer Fünfte.

In der klassischen Staffel startete Anina Brunner im Team 2. Im Gegensatz zur Sprint-Staffel führt der Lauf durch den Wald, die Distanzen sind deutlich länger und ein Team besteht aus drei Frauen oder drei Männern. Das Team mit Anina Brunner machte sich wenig Hoffnung auf einen Spitzenplatz, weil pro Nation nur ein Team medaillenberechtigt ist. Zu Beginn waren die Schweizer Läuferinnen gleichauf, aber auf der zweiten Strecke gelang der Athletin des ersten Schweizer Teams der Anschluss an die Spitzengruppe, sodass das Rennen aus Schweizer Sicht wieder spannend wurde.

Nachdem auch die dritte Schweizer Läuferin im Team 1 gut unterwegs war, glaubte man sogar an einen Podestplatz. Aber im Schlussteil unterlief der Schweizerin ein grober Fehler und ihr Team fiel zurück. Da auch andere Nationen patzten, nutzte die Schlussläuferin des zweiten Schweizer Teams die Gunst der Stunde und kämpfte sich bis auf den 6. Rang vor. Team 1 wurde schliesslich disqualifiziert, weil die letzte Läuferin nicht alle Posten quittiert hatte und so resultierte für die Aargauerin Anina Brunner erneut ein Diplomrang.