Die Bezirksschule Brugg absolvierte letzten Dienstag, den 26.09, ihren diesjährigen Sporttag.

Weil das benachbarte Stapferschulhaus und die gemeinsamen Aussenplätze im Umbau sind, konnten die Schülerinnen und Schüler der Bezirksschule Brugg diesen Sommer nicht so intensiv wie in den vergangenen Jahren Leichtathletik trainieren. Der diesjährige Sporttag trug diesem Fakt Rechnung: Statt einem Leichtathletikevent stand dieses Jahr ein Fun-Sporttag auf dem Programm.

Die Jugendlichen hatten nicht die geringste Ahnung, was ihre Lehrpersonen geplant hatten. Alles, was sie wussten, war, dass das Ereignis im Geissenschachen stattfinden würde.                                                                           Dort hatten die Schülerinnen und Schüler klassenweise einen Postenlauf zu absolvieren. Jeder der neun Posten dauerte exakt sieben Minuten: Zwei Minuten fürs Postenblatt-Lesen und die Organisation, fünf Minuten für die Ausführung. Es ging stets um „möglichst viel, möglichst schnell“, wie Sportlehrerin Fränzi Bechter zu Beginn erläuterte.

Folgte man der Klasse 3b, sah der Nachmittag folgendermassen aus: Als Erstes stand der Posten „Kissentransport“ auf dem Programm. Bei diesem Spiel mussten die Klassen so oft wie möglich ein Kissen von A nach B und zurück transportieren, ohne dabei die Arme oder die Hände zu benutzen. „Wir hatten uns vorgestellt, dass sie für den Transport in erster Linie die Beine gebrauchen würde“, meinte Flurina Lienhard, ebenfalls Sportlehrerin, schmunzelnd. Einigen Jugendlichen war dies aber deutlich zu umständlich – da wurde das Kissen auch einmal ganz unkompliziert zwischen die Zähne geklemmt. Als Nächstes ging es zum Seilspringen mit Flossen, bei dem die Klasse 3b als die Besten auf über 370 Sprünge kamen. Danach war der Rebound an der Reihe. Dabei musste der Basketball möglichst oft an dem Basketballbrett abprallen, ohne dass er den Boden berühren durfte. Am Ende der Serie musste ein Korb erzielt werden. Beim nächsten Posten standen je acht Schüler auf zwei Langbänken, nahmen eine Zahl vom Stapel und mussten sich daraufhin in die richtige Reihenfolge bringen. Hierbei durften sie den Boden nicht berühren. Die nächste Disziplin war Sackhüpfen. Hopsend ging es um eine Markierung herum und zurück, und erst nachdem man um die Schlange der ganzen Klasse gehüpft war, folgte die Übergabe. Spätestens jetzt rückten die Klassen zusammen. Anschliessend startete der Pingpong-Endlos-Rundlauf. Die Schülerinnen und Schüler hatten nur zwei Schläger zur Verfügung und die ganze Klasse musste sich beteiligen – einmal mehr war also Teamarbeit gefordert. Beim nächsten Spiel musste man Bälle auf ein Tuch werfen, welches zwei Personen hielten. Diese mussten die Bälle mit dem Tuch zu einem Eimer transportieren. Daraufhin folgte ein Memory-Spiel. Hier durften immer zwei Spieler je eine Karte aufdecken, zum zweiten Kartenset sprinten und dort eine weitere Karte anschauen. War es dieselbe wie zuvor, konnten sie diese Karte mitnehmen und das Pärchen in eine Box legen. Entsprach die Karte nicht der davor aufgedeckten, mussten die Jugendlichen sie wieder umdrehen. Daraufhin war der Nächste an der Reihe. Bei ihrem letzten Posten mussten 18 Jugendliche eine möglichst grosse Höhe beim Hochsprung erreichen, wobei ihre erfolgreichen Sprünge miteinander addiert wurden. Dabei durften höchstens drei Personen über dieselbe Höhe springen. Da nur fünf Minuten Zeit zur Verfügung standen, kam auch der Organisation eine nicht unwichtige Rolle zu.

Die erfolgreichsten Teams mit den wenigsten Rangpunkten waren am Ende die Klassen 3a und 3b mit gleicher Punktezahl. Da die 3a mehr Posten mit dem ersten Platz belegten, wurden sie als Sieger präsentiert.                                                          

Zum Abschluss fand dann noch die traditionelle Klassenstaffel statt. Die Klassen der gleichen Stufe traten gegeneinander an. Zwanzig Mal 50 m galt es zu absolvieren, pro Klasse waren fünf Knaben und fünf Mädchen involviert. Mit 2 Minuten 15 Sekunden war die Klasse 3b die schnellste der neun Klassen und gewann somit den goldenen Stab.                                                            

Die Jugendlichen zeigten während des ganzen Nachmittags vollen Einsatz und der Klassezusammenhalt wurde durch den Spass und das Anfeuern sichtlich gestärkt.

Text: Sathu Uthayakumar und Andrea Kasper