Vom 5.-9. August fand erstmals die Spörtliwoche der Turnfamilie Bözberg statt. Nachdem das Sportlager am Hallwylersee nicht mehr durchgeführt wurde, versuchten wir in diesem Jahr ein neues Format. Täglich wurde neu gestartet, nachts konnten sich die rund 30 Teilnehmer, zwischen 8 und 14 Jahren, zu Hause erholen.

Der Startschuss fiel am Sonntag, alle Teilnehmer standen mit ihrer ’’Bike-Ausrüstung’’ bereit. Der Morgen wurde dem Techniktraining gewidmet, vom korrekten gebrauch der vielen Gänge, über Bremstechniken und versetzen von Flaschen bis hin zum bewältigen von Hindernissen und Schanzen war alles dabei. Am Nachmittag ging es dann Richtung Helsana-Trail für die jüngeren und auf den Linnerberg mit den älteren Teilnehmern, dank des Regenschauers vom Morgen lohnte sich das Fahradwaschen auf jeden Fall.

Der Montag stand im Zeichen des Geräteturnens, aufgrund des einzigen Regentages der Woche, perfektes Hallenwetter. Morgens wurden allerlei neue theoretische Begriffe wie C plus, C minus, Kreuzhang, Schwan, Flieger, Schulterstand, Kopfstand, Bögli und Nackenkippe praktisch geübt. Am Mittag zauberten die Leiter aus den erlernten Elementen eine Übung, die am Abend den Eltern vorgeführt werden sollte. Nun ja in der z’Vieri-Pause glaubte noch keiner so Richtig an eine grosse Show. Dank der tollen Konzentration der zweiten Nachmittagshälfte, musste bei der Aufführung nur noch leise Mitgezählt werden und die Aufführung wurde nach grossem Applaus nochmals wiederholt.

Vor dem Dienstagmorgen hatten wohl alle Teilnehmer etwas bammel. Inline-Skaten stand auf dem Programm, viele haben sie zu Hause, viele nutzen sie selten. Zu Beginn wollte erst einmal gelernt sein wie falle ich richtig und wie bremse ich korrekt ohne in die gefährliche Rücklage zu geraten. Nach der Pause fuhren die Teilnehmer dann bereits Menschenslalom und duellierten sich bei verschiedenen Stafetten oder beim Rollhockey. Mit einem Magen voll Riz Cazimir machten sich die Teilnehmer am Nachmittag zur Schnitzeljagd auf. Die Älteren starteten in Riniken und mussten 8 Posten innerhalb zwei Stunden bewältigen. Dabei waren 50 Gramm Sand in der Badi Brugg holen, mit dem anschliessende Kontrollwägen im Supermarkt oder bei Bekannten zu Hause bewiesen die Teilnehmer Kreativität, ebenfalls beim Fotoschiessen vor dem Stadtturm in Baden oder der tollsten Uhrzeit-Quittung beim Eisi in Brugg war voller Einsatz gefragt. Völlig erschöpft kamen die Gruppen danach wieder im Unterbözberg an und wurden von den jüngeren Teilnehmern mit einer Wasserschlacht belohnt. Die Jüngeren hatten zuvor einen OL mit acht Posten bestritten, wobei danach jeder wusste, welches die Strassen und welches die Höhenlinien sind.

’’Wie lange geht’s noch bis zur Einwasserungsstelle?’’, diese Frage wurde uns am Donnerstagmorgen oft gestellt. Nun ja wir hatten etwas länger nach Wildegg als geplant, als dann kurz nach Schinznach die AZ-Wanderer direkt vor uns waren, wussten wir dann gar nicht mehr was wir antworten sollten. Glücklicherweise liess die ’’Grosse’’-Gruppe die ’’Kleine’’ dann unter tosendem Applaus nach vorne und wir kamen doch vor elf Uhr in Wildegg an. Nach dem Znüni und den Instruktionen bezüglich Schwimmwesten und Paddel konnten wir starten. Nach kurzer Fahrt auf dem ruhigen Wasser, setzte sich eine Gruppe bereits nach Hinten ab und alle Insassen der 5 Boote kühlten sich beim Baden in der Aare ab. Nach dem Aus- und Einwassern in Villnachern kamen wir bald beim Rastplatz in der alten Badi Umiken an, die Grillstelle lief dank dem Küchenteam bereits auf Hochtouren. Nach der Schoggibanane, folgte das Abenteuer Aare-Schlucht, die glücklichen Gesichter danach waren wohl nicht nur den Wellen zu verdanken, sondern auch der reibungslosen Durchfahrt. Nach dem Auswassern in Stilli waren alle vom Baden und Paddeln müde und wir fuhren mit dem Bus nach Unterbözberg.

Zu guter letzt fehlte noch das Spielturnier, nachdem am Donnerstagmorgen jeder mit kleinen Spielen aus dem ’’Hosensack’’ und Schere, Stein, Papier warmgelaufen war, konnte beim Spielturnier jeder seine eigenen Punkte sammeln, je nach dem ob man beim Baseball oder Seilziehen Punkte holte, die Gruppen wurden dabei immer wieder neu gemischt. Die Rangverkündigung fand am Abend nach den obligaten, selbstgemachten Hamburgern statt. Für den bunten Abend überlegten sich die Teilnehmer in Gruppen kleine Spiele und schrieben zudem einen kleinen Bericht zur Woche 

Hier einige Auszüge:

  • Das Bööteln war das Beste in der Woche, ausser meinem Sonnenbrand. Die Biketour war sehr anstrengend. Mein Bauchmuskeltraining war super, ich habe einen Waschbrettbauch vom Training und vom lachen. Die Wasserschlacht war so nass, dass wir flüchten mussten.
  • Perfekt, korrekt, tadellos organisiert, geplant und ausgeführt, wir hoffen es gibt wieder eine Spörtliwoche
  • Der Montag war auch toll, aber auch ein wenig stressig an einem Tag eine Übung einzuüben ist nicht einfach. Der Dienstag war sehr lustig, am Morgen lernten wir was und die Schnitzeljagd war das Beste des Tages.
  • Uns hat die Spörtliwoche sehr sehr sehr gut gefallen, das Wetter war immer einigermassen akzeptabel und das Essen köstlich, wir kommen nächste Jahr wieder. Grüsse die Spörtlifangruppe.

In diesem Sinne, die Woche fand grossen Anklang und wartet auf eine 2. Auflage im 2013.

Ein grosses Dankeschön geht an alle Leiter, welche die Vorbereitungen trafen und sich die Tage freiplanten, sowie an alle Essenspender.

                                                                                                          STV Bözberg

Fotos: www.tvboezberg.ch                                                         Conny Gasser