Erika Lüscher, Journalistin BR

Spendabler Altersheimverein

Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn sich ein Vereinsvorstand geschlossen zur Wiederwahl stellt: An der GV des Altersheimvereins Gränichen wurden Rita Kaufmann, Sonja Pascut, Alice Ruch, Herbert Sommerhalder und Isabelle Storchenegger mit Applaus als Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Einstimmigkeit herrschte auch bei der Wahl des Vorsitzenden Kurt Hirt. Die Geschäftsprüfungskommission mit Barbara Ducceschi und Silvio Guidi weiterhin ein Auge auf die Vereinsrechnung haben. Die rasche Abwicklung der ordentlichen GV-Geschäfte war ein weiteres Indiz für die gute „Chemie“ im Vorstand. Ein bisschen weiter holte Peter Altherr, Leiter des Alterszentrums Schiffländi, aus. Auch hier laufe alles rund, betonte er. Während die Fluktuation beim Personal praktisch null gewesen sei, habe es bei den Bewohnern mehr Wechsel gegeben. Im Qualitätsreporting und im Audit, das im letzten Jahr durchgeführt wurde, sei der Zentrumsführung ein „sehr gut“ attestiert worden. Viel Geld sei in den Werterhalt der Infrastruktur investiert worden, was bei einem mehr als 25-jährigen Haus nicht erstaunt. Zudem sei im vergangenen Jahr der Büroanbau realisiert worden - nicht zuletzt mit Unterstützung der Brockenstube, die einmal mehr 100‘000 Franken beisteuerte. Übrigens: Auch die Brockenstube ist, wie der Altersheimverein, ein „Kind“ des verstorbenen Emil Wasser.

Mit den Mitgliederbeiträgen des Altersheimvereins werden Anschaffungen ermöglicht, die den Alterszentrumsbewohner, das Leben erleichtern und verschönern sollen. Deshalb wird die Wunschliste des Alterszentrumsleiters an der GV jeweils mit Spannung erwartet. Im vergangenen Jahr wurden Rollstühle und Sitzwagen gewünscht. Zwei Exemplare der sechs vom Altersheimverein finanzierten Rollstühle und drei Sitzwagen waren an der diesjährigen GV zu bestaunen. Auf dem aktuellen Wunschzettel stehen zwei Bodenpflegebetten in Übergrösse und zehn Sonnenschirme mit Sockel. Die Versammlung genehmigte diese Anschaffungen einstimmig. Auch der bereits zur Tradition gewordene Zustupf in der Höhe von 2000 Franken an den Blumenschmuck im Alterszentrum war unbestritten. Zu einer längeren Diskussion führte die Anregung einer GV-Teilnehmerin, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Alterszentrums den vom Altersheimverein mitfinanzierten (Rollstuhl-)Transportbus gratis zur Verfügung zu stellen. Nach verschiedenen kontroversen Wortmeldungen, gab die Versammlung dem Stiftungsrat den Auftrag, den Tarif nochmals zu überprüfen und ihn allenfalls zu senken. Mit feinen Käseküchlein aus der Alterszentrumsküche fand die GV ihren gemütlichen Abschluss.