Buchstäblich einen dicken Strich durch die Rechnung der Jugendmusik Laufenburg macht der Kanton mit seinen aktuellen Sparmassnahmen. Statt der bisherigen zwei Ensemble-Stunden bezahlt dieser nämlich ab Beginn des nächsten Schuljahres nur noch eine. «Dies trifft uns hart», meinte dazu Vereinspräsident Peter Weiss, anlässlich der ordentlichen Generalversammlung: «Eine Stunde ist für eine vernünftige Probentätigkeit einfach zu wenig.» Allerdings will man nicht den Kopf in den Sand stecken. Trotz Ausscherens des Kantons stehen für die Probentätigkeit der Jugendmusik wie bis anhin zwei Lektionen zur Verfügung. Dank zahlreicher Spenden und mit Florian Gartenbau einem grosszügigen Hauptsponsor, verfügt man im Moment noch über eine gut gefüllte Kasse, so dass man vorerst den vom Kanton verursachten Mehraufwand finanzieren kann.

Unterstützung durch die Trägervereine

Nebst den Sponsoren- und Spendengeldern sind es insbesondere die fünf Trägervereine, die Musikgesellschaften Kaisten, Mettau, Sulz, Wil, und die Stadtmusik Laufenburg, die namhafte Finanzierungsbeiträge leisten. Trotzdem machte der Laufenburger Präsident den spontanen Vorschlag, dass die Trägervereine ihre Beiträge erhöhen. Vom Vorstandstisch wurde dies dankend zur Kenntnis genommen und der Präsident meinte: «Wir werden uns inskünftig vermehrt mit der Mittelbeschaffung befassen müssen und mit den vorhandenen Mitteln haushälterisch umgehen.»

In seinem Jahresbericht wies Peter Weiss darauf hin, dass man bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen das gesteckte Ziel nicht erreicht habe, beträgt doch der Bestand unverändert 16 Aktive Musikantinnen und Musikanten. Bei rund 300 Schülerinnen und Schülern der Musikschule Region Laufenburg, dürfte man eigentlich etwas mehr Übertritte zur Jugendmusik erwarten, meinte er. Er verwies in diesem Zusammenhang auf einen Hilferuf der Musikschule, die dringend neue Mitglieder für den Vorstand benötige. Die Musikschule befinde sich im Umbruch, meinte er, die Verantwortlichen der Jugendmusik, aber auch die Musikvereine sind hier gefordert. «Wir werden uns einbringen», ergänzte Weiss dazu.

Lob für die Jungen

Giuseppe Di Simone, der zusammen mit seinem Stellvertreter Reto Weiss für die musikalische Leitung verantwortlich zeichnet, streifte die wichtigsten Auftritte des Jugendspiels, wobei der Jugendmusiktag in Koblenz ein Höhepunkt war. Aber auch die Auftritte an verschiedenen Konzerten der Trägervereine, wo teils gar zusammen mit den «Grossen» gespielt wurde, waren sehr erfolgreich. Di Simone sprach den Burschen und Mädchen ein dickes Lob aus: «Sie waren stets pünktlich, aufmerksam und traten professionell auf!» Das Ziel der Jugendmusik formulierte er so: «Wir wollen die Jugendlichen zum Mitwirken animieren und dem Publikum viel Freude bereiten.»