Ein erster Schritt gegen die Abzockerei: JA zur Minder-Initiative!

Die Grossen zocken ab, wir alle haben das Nachsehen! Die Selbstbedienung ist in den Chefetagen der Schweizer Grosskonzerne fast schon zur Regel geworden. Die höchsten Löhne sind in den vergangenen 10 Jahren um 20% und mehr gestiegen – die mittleren Löhne allerdings nur um knapp 5%. Einige wenige bedienen sich schamlos am Lohntopf: Daniel Vasella verdiente als Chef von Novartis im Jahr sagenhafte 40 Millionen Schweizer Franken – pro Jahr! Dafür müsste die durchschnittliche Schweizer Angestellte über 555 Jahre arbeiten (6000 Franken Monatslohn). Damit muss sofort Schluss sein: Abzocker jetzt stoppen!

Darum sagt die SP Bezirk Zurzach am 3. März überzeugt Ja zur Initiative gegen die Abzockerei. Sie verhindert goldene Fallschirme und überrissene Prämien bei den grossen Aktiengesellschaften. Die grossen Wirtschaftsverbände versuchen, mit einem „Buebetrickli“ das Volk reinzulegen: Der indirekte Gegenvorschlag zur Minder-Initiative übernimmt zwar vordergründig fast alle Forderungen, aber er lässt auch überall ein Hintertürchen offen – diese Augenwischerei machen wir nicht mit. Darum JA zur Initiative gegen die Abzockerei!

JA zur Familie! (Bundesbeschluss über die Familienpolitik)

Aus Sicht von Eltern, Kindern, Wirtschaft und der Gleichstellung ist der neue Familienartikel eine grosse Errungenschaft! Er nimmt die Kantone endlich in die Pflicht, für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen. Heute verzichten viele junge Frauen und Männer auf Kinder, obschon der Kinderwunsch vorhanden wäre. Oder ein Elternteil verzichtet auf die Berufskarriere, trotz hoher Ausbildung. Wegen der fehlenden Möglichkeiten, Beruf und Familie zu vereinbaren, mangelt es der Wirtschaft an Fachkräften. Zudem nimmt die Alterung der Gesellschaft weiter zu.

Der Bundesbeschluss leistet einen grossen Beitrag zur Gleichstellung. Die Aufteilung zwischen bezahlter und nicht bezahlter Arbeit kann innerhalb der Familie flexibler gehandhabt werden. Aus diesen Gründen stärkt der neue Verfassungsartikel die Familien. Die SP Bezirk Zurzach sagt mit Überzeugung JA zu dieser Vorlage.

NEIN zum A1-Zubringer Knoten Neuhof/Hornerfeld

Das Projekt Neuhof/Hornerfeld muss im Kontext von unzählig anderen Verkehrsprojekten gesehen werden, welche der Kanton Aargau baut oder plant. Das Projekt Neuhof ist auf Spitzenstunden ausgerichtet. 75 Millionen Franken für ein solches Projekt sind enorm Kosten und stehen in keinem Verhältnis zum angeblichen Nutzen. Zudem muss befürchtet werden, dass die Regierung damit die Weichen für den Ausbau der Bünztalstrasse auf vier Spuren und für die Umfahrung Dottikon stellen will.

Das Projekt ist überrissen. Alternativen wurden nicht ernsthaft geprüft. Darum unterstützt die SP Bezirk Zurzach das Behördenreferendum mit einem NEIN am 3. März 2013 zu diesem übertriebenen Projekt.