Die Gesundheit ist der Schweizerbevölkerung wichtig. Nicht zuletzt gibt sie jährlich über elf Prozent des Bruttoinlandproduktes oder in Zahlen genannt rund 20 Milliarden Franken für die Gesundheitskosten aus. Gesundheit spielt aber auch auf einer ganz persönlichen Ebene eine Rolle, denn jeder kann unerwartet krank werden. Und genau dann kommt meistens der Hausarzt, die Hausärztin ins Spiel. Leider werde dieser so wichtige und verantwortungsvolle Beruf nicht genug unterstützt, meinte Anna Andermatt, Grossratskandidatin und Medizinstudentin, bei der Einführung. Es sei wichtig, dass auch mit dem neuen Gesundheitsgesetz die Ressourcen für die Unterstützung der Grundversorger und Grundversorgerinnen gesprochen werden, denn der Aargau brauche eine breite, finanzierbare Grundversorgung für alle. Momentan sehe die Situation bei den angehenden Ärzten und Ärztinnen leider so aus, dass nur noch wenige sich vorstellen könnten, diesen so wichtigen Beruf zu übernehmen, denn die Attraktivität ist immer noch im Sinkflug.
Auch in der kostenlosen Kinovorstellung ging es um einen Hausarzt. Das Publikum konnte für einmal in den Alltag eines Hausarztes schauen. Seine Patienten und Patientinnen kommen mit ihren Schmerzen und Anliegen und brauchen Rat, Medikamente, Zeugnisse und die Möglichkeit, sich einmal auszusprechen. Mit der Zeit wandelt sich das Bild vom Hausarzt, der sich nur medizinisch um die PatientInnen kümmert, zum Hausarzt, der als „Trichter fungiert, der die Probleme der Gesellschaft auffangen muss".
Der Film warf Fragen auf: Was macht einen guten Hausarzt/-ärtzin aus? Wie stark soll sich ein Hausarzt politisch einsetzen oder seine persönliche Meinung kundtun? Wie wird sich der Hausarztberuf in den nächsten Jahren entwickeln? Diese und andere Fragen wurden anschliessend beim Apéro disskutiert und man hatte auch Gelegenheit die Grossratskandidaten und -kandidatinnen bei einem feinen Glas Wein besser kennen zu lernen.