Ob es am unerwartet sonnigen Wetter lag oder an der erlebnispädagogischen Betreuung für die Kinder, blieb offen. Auf jeden Fall waren am Samstag, 16. September rund 20 Erwachsene und ein gutes Dutzend Kinder dem Aufruf der Natur- und Umweltschutzkommission zum Lätteweiher-Arbeitstag gefolgt.

Nach der Begrüssung durch die zuständige Gemeinderätin Marianne Stänz erläuterte die Amphibien-Spezialistin Esther Krummenacher, wie der Lätteweiher von Fröschen und Co. genutzt wird und welche Arten vorkommen. Sehr aufmerksam horchten alle ihren Ausführungen. Worauf sollte bei den späteren Holzerarbeiten geachtet werden?

Es gibt zwei Arten von Amphibien, die gefördert werden können. Zum Ersten die Geburtshelferkröte, die aufgrund ihres hellen Ruftons auch "Glögglifrosch" genannt wird. Ihre Männchen halten sich mit den Eiern jeweils in Asthaufen auf, bis der Laich schlüpfreif ist und sie damit ins Wasser gehen können. Zum Zweiten helfen kleinere Wasserlöcher der Gelbbauchunke. Für die Amphibien ist die Tatsache positiv zu bewerten, dass die Fische, die früher den Weiher bevölkert haben, die Trockenheit in einem der letzten Sommer nicht überlebt haben. Fische fressen den Laich oder die Kaulquappen. Der Weiher soll darum fischfrei gehalten werden.

Gemeinsam machte sich die motivierte Gruppe dann an die Holzerarbeiten. Der Weiher wurde entlang des Ufers ausgelichtet und mit den Ästen Haufen angelegt. Das Gestrüpp wurde gemäht und Brombeeren abgeschnitten in der Hoffnung, dass sich nun biologisch wertvollere Pflanzen entfalten können.

Während die Erwachsenen Hand anlegten, wirkte die Erlebnispädagogin Céline Cleis mit den Kindern. Zuerst erzählte sie eine Geschichte, bevor sie mit den Kindern Farben herstellte. Mit selber gebastelten Pinseln und viel Elan malten die Kinder tolle Bilder. Danach blieb noch genügend Zeit, einen Blick ins Binakular zu werfen.

Nach getaner Arbeit hatten dann alle einen ordentlichen Hunger und freuten sich über die Wurst mit selbstgebackenes Brot von Biobäuerin und Kommissionsmitglied Fränzi Meyer. Etwas Süsses und ein Kaffee rundeten den Arbeitstag ab.

Übrigens: Gartenabfälle wie z.B. geschnittener Rasen haben am Lätteweiher nichts zu suchen.