Am 28. Mai wurde der Zentrumsplatz in Wettingen einmal mehr zum Multikultitreffpunkt und für die gut 500 Besucher zu einem wahren Sinneserlebnis. Am 8. Fest der Kulturen gab es alles: Scharfes aus Sri Lanka und Thailand, Exotisches aus Surinam, Süsses aus Kurdistan und Kaffee aus Äthiopien um nur ein paar zu nennen. Der Getränkestand wurde wie jedes Jahr vom OK des Festes betrieben. Nach dem Motto «zahl was wetsch» ging alles direkt an den noch jungen Verein, der sich über jede zusätzliche Spende freute. Der Stand wurde dieses Jahr von engagierten Flüchtlingen aus Wettingen und Umgebung bewirtschaftet, die diese Aufgabe mit viel Freude und Einsatz wahrnehmen. Für die Gemüseliebhaber waren die Jungs von «Bio für Jede» mit veganen Wraps zum ersten Mal am Fest der Kulturen dabei und verzauberten die Besucher mit ihren Köstlichkeiten. 

Neben den vielseitigen Essensständen gab es aber auch diverse Non-Food-Stände wie der Stand vom tibetischen Künstler Lekshey Gongma mit wunderschönen Tüchern, Schmuck und Bildern aus Tibet oder Informationsstände von z. B. dem kantonalen Integrationsprogramm KIP oder der Bibliothek Wettingen, die den strahlenden Kindern Geschichten vorlasen und Kuchen verkauften. 

Ein Programm wie es bunter nicht sein kann

Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Das Fest wurde durch Willi Hauensteins Afropercussion eingetrommelt, was auch gleich die Köchin Ruby vom Ghanastand zum Tanzen animierte. Die Percussiongruppe sorgte nicht nur für Stimmung, sie schienen auch die Regenwolken zu vertreiben. Ab dem Mittag wurde das Wetter nämlich phänomenal. Nach Willi Hauenstein gab des eine Eröffnungsrede von Patrizia Bertschi vom Netzwerk Asyl Aargau. Sie machte darauf aufmerksam, dass wir schon mehrere Flüchtlingswellen ohne Schaden überstanden haben und dass es kein Problem ist, wenn der Wille zum «Miteinander» da ist. Danach ging es bunt weiter. Die serbische Tanzgruppe Kud Kolo verzauberte mit traditionellen Tänzen, die kurdische Tanzgruppe von Evîna Welat Nû animierte die Besucher zum Mittanzen und die argentinischen Querflöten- und Gitarrenklänge stimmten einen ein auf die Weltmusikband Ilsah, die mit 15 Musikerinnen und Musikern den Zentrumsplatz verzauberten. Das Fest fand seinen krönenden Abschluss mit der Afrotanzgruppe Café au Lait. Diese begeisterten alle mit Gesang, Rhythmus und Tanz aus Afrika. 

Nach dem offiziellen Teil liess man den Tag gemütlich ausklingen und man darf sich schon jetzt auf das Fest der Kulturen 2017 freuen.