Küttigen

Soldaten im Seniorenzentrum Wasserflue

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Um in einem Einsatzfall das zivile Gesundheitswesen unterstützen zu können, trainieren die Spitalbataillone jeweils im WK die Zusammenarbeit mit zivilen Spitälern und Pflegeeinrichtungen. Zu diesem Zweck wird das Seniorenzentrum Wasserflue in Küttigen dieses Jahr nach 2012 bereits zum zweiten Mal vom Spitalbataillon 75 personell unterstützt.

«Für uns ist das nichts Neues», erzählt Soldat Vasco Brönnimann, «wir machen ja regelmässig Einsätze dieser Art und freuen uns darüber, dass wir einen Dienst leisten können, der den Menschen direkt zu Gute kommt.» Er und 13 weitere Spitalsoldaten arbeiteten in der vergangenen Woche Hand in Hand mit dem Personal der Wasserflue zusammen. Die meisten Soldaten werden in der Pflege und der Aktivierung der Bewohnenden eingesetzt. Brönnimann, der im Zivilen als Geschäftsführer einer Handelsfirma arbeitet, ist vor allem für die Bewohnerbetreuung zuständig. So liest er Geschichten vor oder hilft ihnen bei der Nahrungseinnahme. Einige Soldaten unterstützen auch den technischen Hausdienst und wieder andere führen eine interne Bewohnerbefragung durch, bei der die Zufriedenheit in verschiedenen Bereichen eruiert werden soll.

Viele Erinnerungen werden geweckt

Passenderweise stand die ganze Woche im Zeichen des Militärs, so wurde zum Beispiel der Menüplan mit Hilfe des originalen «Truppenkochbuch» erstellt. Oliver Lauber, Pflegedienstleiter des Seniorenzentrums, stellt fest, dass die Freude bei den Bewohnenden über die ungewohnten Betreuer deutlich spürbar ist: «Wir erlebten bei einigen sogar ein richtiges ‹Aufblühen› durch die Abwechslung und den ‹frischen Wind›, welchen die Soldaten in die Wasserflue brachten!» In vielen weckte die Präsenz der Soldaten Erinnerungen an den eigenen Dienst, was immer wieder in angeregte Gespräche mündete.

Win-Win-Situation für beide Seiten

Nicht nur für die Armee, auch für Lauber ist der Einsatz ein Glücksfall: «Wir erhielten durchwegs positive Rückmeldungen zum Einsatz der Soldaten.» Ihr grosses Engagement wird von Bewohnenden, Mitarbeitern, Angehörigen und Besuchern sehr geschätzt. «Wir sind definitiv an einer weiteren Zusammenarbeit in den kommenden Jahren interessiert und empfehlen anderen Institutionen, sich ebenfalls auf dieses Abenteuer einzulassen.»

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