Am 7. Dezember hatte der Frauenchor Erlinsbach zu einer Serenade um 17 Uhr in die reformierte Kirche eingeladen. Nach dem Willkommenslied „Die Welt ist voll Musik“ begrüsste der Dirigent, Berni Ryter aus Schafis­heim, das zahlreich erschienene Publikum. Gefolgt von „Ami, dans cette vie“, einem alten Kontratanz von 1730 wurde das sinnige Stück „Hab Sonne im Herzen“ vorgetragen. Mit seinen gewohnt prägnanten, witzigen Erläuterungen fesselte unser verdienter Chorleiter die Zuhörerschaft. Vom Gospel „I am his child“ wurde über „Bella ciao“ zum sanften „Wiegenlied“ von Johannes Brahms geleitet. Mit kurzen, teils erheiternden Gedichts­vorträgen aus der Feder von Friedrich Walti, dem Bauerndichter aus Dür­renäsch, verstand es Margrit Maier zwischen den einzelnen Gesangsblö­cken das Publikum aus den Reserven zu locken. Elvis Presley’s Hit „Falling in love“ gelang es, die Zuhörer zu verzücken. Dann folgte eine Reihe fest­lich stimmender Ad­vents- und Weihnachtslieder. Der komisch anmutende Text: „Du dubi du“ beim „Air“ von Georg Friedrich Händel stammt daher, dass das Stück ur­sprünglich für Cembalo geschriebenen war. Das a ca­pella vorgetragene Lied „Schon die Abendglocken klangen“ ging bei eini­gen Zuhörern derart unter die Haut, dass ganz im Versteckten ein paar Taschentücher gezückt wurden. Unsere vierte Landessprache würdigend, gaben wir das „Lingua materna“ zum Besten. Mit „Si ya hamba“ machten wir gar einen Abstecher nach Afrika, um dann einen Bogen zu schlagen über Alfred Freys bekann­tes und allseits beliebtes „Mys Briefli“ zu Peter Maffays „Über sieben Brü­cken“ und dem ruhigen „Neigen sich die Stun­den“. Mit dem rassigen „Ba­rabba ba“ wurden die Zuhörer aus der Ergrif­fenheit wieder zurück ins pul­sierende Leben geführt. Der kräftige Schluss­applaus war der allerschönste Lohn für uns Sängerinnen. Als Dank gaben wir noch „Am Himmel stoht es Sternli“ zu.   

Heidi Michel