Bericht von Greti Lüscher, Seon

Im Frühling und im Herbst treffen sich jeweils die SVP Senioren reihum im Kanton Aargau. Die Anlässe sind immer sehr gut besucht, stehen doch interessante Themen, Information über das politische Alltagsgeschehen und freundschaftliche Begegnungen im Mittelpunkt.

So konnte auch diesmal Urs Säuberli über 60 Personen begrüssen. Darunter die beiden Referenten Ernst Hasler, Regierungsrat und Andreas Glarner, Fraktionspräsident sowie Milly Stöckli, Grossrätin, als Vertreterin des Bezirks Muri und den Ehrenpräsidenten der SVP Aargau, Ernst Weiss mit Gattin.

In launigen Worten stellte Milly Stöckli ihren Bezirk vor. Mit Stolz konnte sie auf die zehnjährige SVP- Präsenz hinweisen und gleichzeitig den neuen Grossratsparteikollege Benjamin Brander vorstellen. Er ist der jüngste Grossrat des Parlaments.

Sie verdankte auch im Namen der Organisatoren des Anlasses den Apéro, gespendet von Heiri Schweizer, Polytronic AG, Muri.

Andreas Glarner eröffnete sein Referat mit dem sinnigen Spruch, „Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein". Damit spielte er auf die Grossratswahlen und den Erfolg der SVP trotz neuem Wahlprozedere an. 45 SVP- Grossräte werden auch weiterhin in Aarau politisieren, dies auf  Kosten von sog. Mitteparteien und SP.

Kurz hielt er Rückblick auf  Turbulenzen, entstanden durch Publikationen von umstrittenen Wahlplakaten. Im April werde sich weisen, inwiefern seine Wiederwahl als Fraktionspräsident dadurch in Frage gestellt wird.

In seiner neuen Zusammensetzung und die Presse im Allgemeinen, kam Glarner auf die eigentlichen Aufgaben des Fraktionspräsidenten zu sprechen.

Viele Bürositzungen, Erstellung von Traktandenlisten zusammen mit dem Fraktionsvorstand, auch die sog. Säulenhausgespräche mit Regierung und Fraktionspräsidenten der anderen Parteien prägen seinen politischen Alltag.

Nach einigen Fragen  und Bemerkungen aus dem Publikum verabschiedete sich Andreas Glarner unter grossem Applaus.

Ernst Hasler trat sodann zum letzten Mal als Regierungsrat bei den SVP Senioren auf.

Laut sinnierte er darüber nach, warum wohl trotz vielen Negativinformationen der Presse, Alex Hürzeler von der SVP mit grossem Abstand in die Regierung gewählt wurde. Sodann würdigte er die Grossratswahlen als grossen Erfolg.

Er plädierte für einen guten Informationsstand des Milizparlaments und forderte von den Parlamentariern, die Anliegen der Bevölkerung ernst zu nehmen, „den Leuten aufs Maul schauen", sehen wo der Schuh drückt. Die SVP Fraktion solle sich mit Gesellschaftsfragen befassen, im bestehenden System nach machbaren Lösungen suchen.

Gleichzeitig warnte er davor, die bestehende Bildung im Aargau schlecht zu machen, sowie vor künstlich geförderten Gemeindezusammenlegungen. Ausgrenzungen, wie in der SVP Schweiz geschehen, erachtet er als schädlich für die Partei.

Mit dem Dank an ihn sowie an alle, die dem Nachmittag zum Gelingen verhalfen, schloss der offizielle Teil des Nachmittags.