Wenn jemand eine Reise tut, dann hat er etwas zu erzählen,… und hier die Geschichte dazu;

Wer sich dem Bus 2 der Firma Riechsteiner & Weber AG anvertraute, hatte nicht eine 2 auf dem Rücken. Diese Zahl diente lediglich dazu, dass die 97 erwartungsfrohen Teilnehmer/innen ihr heutiges Zuhause wieder fanden.

Man musste sich warm anziehen, um der Kälte zu trotzen, was die Busfahrer bei der Abfahrt in Merenschwand mit 15 Grad Celsius präzisierten. Aber bereits auf dem Albispass heiterten die Mienen und das Wetter auf, und dem Zürichsee entlang guckte die Sonne verstohlen zwischen den Wolken hervor.

Im Landgasthof Halbinsel Au wurden auch die letzten Zweifler belohnt. Draussen auf der Terrasse warteten Kaffee und Gipfeli bei wärmenden Sonnenstrahlen. 1 Stunde hatten wir Zeit, für diesen Willkommgruss der Spenderin Kirchgemeinde Merenschwand-Benzenschwil die Hände zu drücken.

Auf der Weiterfahrt über den Seedamm, Rickenpass, dem Reiseziel Schwägalp entgegen, wurde munter geplaudert und philosophiert. Die Gesunden haben 1000 Wünsche, die Kranken nur einen … gesund zu werden. Zum Glück waren heute erstere in der Mehrzahl und wir danken auch all denen für die unbezahlte Pflege im Wert von 3,5 Milliarden Franken, welche Angehörige und Nachbarn 2013 geleistet haben.

Die Schwägalp begrüsste uns mit tiefen Temperaturen aber dafür mit Werbeprospekten „endlich Ferien, ihre Schweiz“. Der Säntis guckte nur kurz zu uns herab mit dem Werbespot „ Grüezi, bonjour, ciao, allegra, welcom, soyez le bien venu“

Aber als fleissige Helferinnen im innern des Hotels den Tisch reichlich deckten, verstanden wir die mehrsprachige Botschaft besser. Beim Essen und Trinken rannen die 3-stündigen Gemütlichkeiten im Nu. Sogar die ewigen Jass Königinnen kamen zum Zug und die nahe-gelegene Alpschaukäserei blieb vom Besuch nicht verschont, was die dortige Bedienung Jrene auf dem Kassenbon mit „Schwägalpkäse“ bestätigte.

Um 14.45 Uhr liessen unsere beiden Busfahrer ihre Motoren wieder leise brummen, und über Urnäsch, Bächli, Hemberg, Uznach, Wollerau, Biberbrugg erreichten wir wohlbehalten auf 1077 m. ü. M. den schönsten Aussichtspunkt des Kantons Zug, das Restaurant Raten. Obwohl nur wenige Magen knurrten, lockten nebst duftendem Kaffee feine Fruchtwähen in 3 Sorten und liessen unsere Gewichtssorgen vergessen. Unsere Dorfbank als treue Spenderin zeigte sich auch hier von ihrer besten Seite.

Mit treffenden kurzen Abschiedsworten der heutigen Verantwortlichen wurde der 2. September 2014 nochmals zurück gedreht. Vom umsichtigen Gesamtleiter Ernst Sennrich, überall als Helfer, auch da wo man ihn nicht erwartete, bis hin zur Vertreterin des Gemeinderates Claudia Dober und der stillen Helferin Vreni Suter, und nicht unerwähnt die beiden Busfahrer, erhielten mit kräftigem Applaus ihren verdienten Lohn.

Zum letztenmal füllten die Teilnehmer/innen die beiden Busse zur Weiterfahrt an die Ausgangspunkte in Merenschwand und Benzenschwil. Müde, dafür reichlich beschenkt mit zahlreichen Eindrücken von bekannten und unbekannten Kostbarkeiten, mit Blumen bunt-geschmückte Häuser in hügeliger Landschaft mit haarsträubenden Strassenkurven, beendeten wir den Tag mit den Abschiedsworten: auf Wiedersehen im nächsten Jahr!

Dieses Versprechen untermauerten auch die Verantwortlichen unseres gelungenen Ausfluges. Aber nicht zuletzt mit einem Augenzwinkern und mit Hoffnungen auf die bisherigen 3 wichtigen Sponsoren. Vielen, vielen Dank an unsere Hausbank der Raiffeisen Merenschwand-Obfelden, der Kirchgemeinde Merenschwand-Benzenschwil und der Einwohnergemeine Merenschwand.

wahrgenommen und niedergeschrieben von einem Reiseteilnehmer