Hirschthal

Sehkraft bewahren bedeutet Lebensqualität

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Christian Stebler

Christian Stebler

Sein Beruf sind die Augen seiner Kunden: Der Hirschthaler Christian Stebler ist eine Kapazität als Optiker, und sein grösstes Anliegen ist, dass die Sehkraft seiner Kunden möglichst erhalten bleibt – denn das bedeutet wahre Lebensqualität. In einem informativen und interessanten Vortrag lieferte er Tipps, wie jeder Mensch selber dazu beitragen kann, dass Sehstörungen früh erkannt und somit meistens auch behoben werden können.

Im Moment dreht sich die Altersspirale der Menschheit noch nach oben. Der Erhalt der Sehkraft bis ins hohe Alter gewinnt damit an Bedeutung, denn diese geht einher mit der Lebensqualität. Jeder kann selber einiges dazu beitragen, dass seine Augen den Dienst auch im reifen Alter noch versehen.

Der Optiker-Beruf hat sich in den letzten Jahrzehnten mächtig gewandelt. Der Optiker ist längst nicht mehr «nur» ein Handwerker. Gefragt sind heute Optometristen mit einer höheren Ausbildung im Gesundheitswesen. Die Augen werden heute mit modernster Medizinaltechnik ganzheitlich untersucht. Christian Stebler gehört zu diesen Optometristen, und er ging vor einer interessierten Zuhörerschaft auf Spezialgebiete der Optometrie ein.

Glaukom-Screening
Der sogenannte Grüne Star ist eine häufige Augenerkrankung. Sie kommt unbemerkt und schmerzlos. Mit zunehmendem Alter sollte man sich deshalb regelmässig untersuchen lassen. Diese Untersuchung passiert in drei Schritten: 1. Gesichtsfeldmessung, 2. Augendruckmessung, 3. Netzhautbeurteilung.  Wenn sich von einer Untersuchung zur nächsten nichts verändert, kann der Patient beruhigt nach Hause gehen.

Stebler ging auch auf das Thema Vorabklärungen für die refraktive Chirurgie ein, denn heute lassen sich oftmals mit einer Laserbehandlung Brillen substituieren. Sehtraining sind vor allem im frühkindlichen Alter sinnvoll.  Der Optometrist gibt Empfehlungen ab, wann Kontaktlinsen, wann eine Brille sinnvoll ist, und er klärt ab, ob Laserbehandlungen empfohlen werden können. Kontaktlinsen dienen längst nicht nur dem «Bessersehen», sie können auch für kosmetische Zwecke eingesetzt werden, zum Beispiel bei Verletzungen, Narben oder Geburtsgebrechen.

Ein hochkomplexes Instrument
Die Anatomie des Auges ist ein hochkomplexes Instrument. Stebler erklärte die neuronale Verbindung vom Sehorgan zum Hirn. Er erklärte die Inspektion des äusseren Augenabschnittes, die den Grauen Star erkennen lässt, übrigens die häufigste Operation in der Schweiz. Im hinteren Augenabschnitt lassen sich Netzhauterkrankungen erkennen, wobei die Faktoren Alter, Vererbung, Diabetes usw. miteinbezogen werden müssen, die sogenannte Makuladegeneration.

Sein Tipp: Bei verzerrter Schrift, bei Gesichtsfeldausfall, bei periferem Blitzen, bei Netzhautriss sofort abklären. Ansonsten alle zwei bis drei Jahre einen Vorsorgecheck über sich ergehen lassen.

FDP lud zu diesem Anlass ein
Im Vorfeld zu diesem Vortrag hielt die FDP. Die Liberalen Hirschthal ihre 32. Generalversammlung ab. Leider kann für die Grossratswahlen im kommenden Herbst kein eigener Kandidat gestellt werden, weshalb die FDP allgemein unterstützt wird. Die Präsidentin Elisabeth Hofmeier will Kontakt mit der serbelnden FDP Muhen aufnehmen, um Wege zu einer allfälligen Zusammenarbeit zu finden. Aus Holziken war Daniel Lüscher eingeladen, denn auch dort schlummert die Ortspartei zur Zeit, obwohl mit Daniel Lüschers Tochter immerhin eine Kandidatin gestellt werden kann, Als Gast war auch der Präsident der Jungfreissinigen, Michel Meyer, anwesend.

Peter Stadler erläuterte in diesem Gremium die Traktanden der Gemeindeversammlung vom kommenden Freitag, 8. Juni.

Kompetent, was die Augen als komplexes Organ betrifft: Christian Stebler erläuterte, wie wichtig der Erhalt der Sehkraft bis ins hohe Alter ist. (Bild: st.)

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