Widen (Schneisingen)

Sehen und gesehen werden

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10. Generalversammlung des Spitexvereins Surbtal-Studenland

Am 22. April fand in Schneisingen die Generalversammlung des Spitexvereins Surbtal-Studenland statt. 103 Mitglieder durften Präsidentin Priska Flückiger und die Vorstandsmitglieder Elisabeth Lehmann, Ursula Leibundgut, Simon Knecht, Tanja Bögli und Karin Rohner begrüssen. Entsprechend voll war der Aemmertsaal. Priska Flückiger stimmte das Publikum mit einem poetischen Gedicht auf das Thema des Abends ein: Augen. Aber zuerst waren die Traktanden an der Reihe, die alle einstimmig gutgeheissen wurden. Simon Knecht stellte neben dem Abschluss auch einige statistische Daten vor: 2009 wurden 20'260 Stunden erbracht, davon waren 10'640 Std. verrechenbar. Von letzteren entfielen 33 % auf die Hauswirtschaft und 67 % auf die Pflege. 73% der Spitex-Klienten sind im AHV-Alter.

Auch 2009 war das ganze Spitex-Team stark gefordert gewesen. Die Leitung und der Vorstand befassten sich intensiv mit den neuen, strengen Vorgaben im Qualitätsmanagement. Diese bringen viel administrativen Aufwand mit sich, erlauben dafür einen besseren Vergleich der einzelnen Spitex-Organisationen. Priska Flückiger dankte allen Mitarbeitenden und der Geschäftsleitung herzlich für ihr grosses Engagement. Sie verabschiedete Kurt Haas und Claudia Graf aus dem Vorstand und begrüsste Ursula Leibundgut, die neue Abgeordnete des RAS-Gemeindeverbandes. Auch Rita Hanselmann, die als Präsidentin des Gemeindeverbandes eine sehr wichtige Rolle für den Spitexverein gespielt und Ende letzten Jahres ihre politische Tätigkeit beendet hat, wurde herzlich und augenzwinkernd mit einem Geschenk aus Spitex-Handtüchern und einem flauschigen Bademantel verabschiedet, den sie hoffentlich nie für einen Klinikaufenthalt benötigen werde ...

Zum Schluss warf Priska Flückiger noch einen Blick in die Zukunft. Im Lauf des Jahres wird sich Bernadette Loher, Co-Leiterin des Spitex-Stützpunktes, nach langjähriger Tätigkeit pensionieren lassen.

Tunnelsicht und Schleierblick

Nach dem offiziellen Teil der GV wandte sich Dr. med. Nikolaus Vida aus Bad Zurzach ans Publikum. Er war kurzfristig für den verhinderten Dr. Bruno Blumer eingesprungen und wickelte das mehrheitlich weibliche Publikum im Nu um den Finger. Mit seinen charmanten und gekonnten Ausführungen zeigte er drastisch auf, wie das Sehvermögen mit einem grauen oder grünen Star oder mit einer Makula-Degeneration abnimmt. Aber immer wieder sorgte er trotz des eher ernsten Themas für Schmunzeln. Die Anwesenden erfuhren viel Wissenswertes - beispielsweise auch, dass man „dank" des zweiten Weltkriegs wisse, dass Kunststoff gut vom Auge vertragen wird. Denn auch Piloten, deren Kanzel beschossen worden war und denen so Plexiglassplitter in die Augen gerieten, vertrugen diese erstaunlich gut.

Beim anschliessenden Apéro fand das alljährliche, gemütliche „sehen und gesehen werden" statt, als sich alte Bekannte aus den Verbandsgemeinden trafen.

Text und Fotos: Claudia Graf

Bild:  Rita Hanselmann wird für ihre langjährige Tätigkeit im RAS-Gemeindeverband gedankt.
So sieht ein Patient mit unbehandeltem Katarakt den Referenten Dr. Vida.

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