Wohlen (AG)

Sechs Pokale und Spezialpreis für Wohler Karatekas

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Grund zur Freude über die erreichten Erfolge am 3. Winti-Cup: Wohler Karatekas Hinten v.l.: Coach Shihan Raphael Gauch, Josip Lasic, Lukas Brändli, Jenny Hofer, Sempai Ramon Pfister, Raoul Keusch, José Wietlisbach, Beda Mauley, Linus Kühne, Trim Hasanaj, Sensei Marcel Unterasinger Vorne v.l.: Lukas Strebel, Chantal Gauch, Sven Hofer, Oliver John, David Gauch, Kevin Sarantidis Es fehlt: Hannes Bigler

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Grund zur Freude über die erreichten Erfolge am 3. Winti-Cup: Wohler Karatekas Hinten v.l.: Coach Shihan Raphael Gauch, Josip Lasic, Lukas Brändli, Jenny Hofer, Sempai Ramon Pfister, Raoul Keusch, José Wietlisbach, Beda Mauley, Linus Kühne, Trim Hasanaj, Sensei Marcel Unterasinger Vorne v.l.: Lukas Strebel, Chantal Gauch, Sven Hofer, Oliver John, David Gauch, Kevin Sarantidis Es fehlt: Hannes Bigler

Eine beachtliche Leistung gelang den Karatekas des Karate-Club Wohlen am 3. Winti-Cup, wurden  doch über alle Kategorien hinweg insgesamt sechs Podestplätze und die Trophäe für den Karateka mit dem 2besten Spirit“ des Turniers erkämpft.

Als letzter Höhepunkt vor der Sommerpause nahmen einige Karatekas des KC Wohlen die Herausforderung an, sich ihren Kontrahenten am Winti-Cup 2013 zu stellen. Mit über 130 startenden Karatekas erreichte der am Rennweg in Winterthur durchgeführte Cup einen Teilnehmerrekord, das auf die stetig ansteigende Attraktivität dieses Cups zurückzuführen ist. Die insgesamt 16 Karatekas des Karate-Club Wohlen starteten in sieben verschiedenen Kategorien, in denen erfreuliche Resultate erzielt werden konnte.

Vier Podestränge in den „Non-Contact“-Kategorien

Gleich mit zehn Karatekas trat der Traditionsclub aus dem Freiamt in den Kategorien unter 16 Jahren an und konnte durchwegs an die Leistungen der vorangegangenen Turniere anknüpfen. Ein schwieriges Unterfangen bot sich Sven Hofer in der Kategorie „Piccolo“, startete er doch als einziger Wohler Vertreter in einem grossen Feld von insgesamt 28 Teilnehmern. Der verlorene zweite Kampf,  liess Hofer nichts anhaben und folglich wusste er in der Hoffnungsrunde vollends zu überzeugen wo er alle seine Kontrahenten souverän besiegen konnte. Trotz der Strapazen der vielen Vorrundenkämpfe  zeigte er einen starken Finalkampf der insgesamt fünf Minuten andauerte. Seine gute Kondition und die exzellente Beintechniken verhalfen ihm schlussendlich, dass er diesen Finalkampf für sich entscheiden konnte. Somit konnte es sich über den verdienten und tollen 1. Rang freuen.

Einziger Wohler Vertreter in der Kategorie „Medium 1“ war David Gauch, der sich in einem Teilnehmerfeld von 16 Karatekas behaupten musste. Trotz des „Non-Contact“-Systems musste Gauch einige starke Treffer einstecken, doch infolge seines Durchhaltewillens konnte er sich den erfreulichen 3. Rang sichern.

In der Kategorie „Medium 2“ war Wohlen mit Kevin Sarantidis, Lukas Strebel und Jenny Hofer vertreten. Die drei jungen motivierten Karatekas versuchten sich im Feld von 21 Startenden durchzusetzen, doch ein Platz auf dem Podest blieb ihnen verwehrt. Sarantidis und Strebel vermochten sich trotz engagiertem Einsatz auch in der Hoffnungsrunde nicht durchzusetzen und schieden bereits nach der zweiten Runde aus. Hofer verlor ihren zweiten Kampf gegen die spätere Finalteilnehmerin knapp, konnte jedoch in der Hoffnungsrunde der starken Konkurrenz über weite Strecken Paroli bieten. Infolge eines knappen Schiedsrichterentscheides blieb ihr der Halbfinaleinzug verwehrt, durfte sich aber trotz dem über ihren guten fünften Schlussrang freuen.

Grosse Hoffnungen durfte man sich aus Wohler Sicht in der Kategorie „Grande“ machen, starteten doch fünf erfahrene Wohler Karatekämpfer. Während sich überraschenderweise Lukas Brändli und Linus Kühne bereits nach der ersten Runde vom aktiven Wettkampfgeschehen verabschieden mussten, lieferten Trim Hasanaj, Raoul Keusch und Chantal Gauch packende Zweikämpfe gegen ihre Konkurrenz. Obwohl Gauch in der dritten Runde beim direkten Zusammentreffen gegen ihren Dojo-Kollegen Keusch ihn in einem interessanten Kampf in die Hoffnungsrunde verwies, kämpfte Keusch überzeugt weiter und machte sich den dritten Podestrang am Tag seines Geburtstages gleich zu seinem eigenen Geschenk. Der wohl schönste und attraktivste Kampf lieferten sich die beiden Wohler Hasanaj und Keusch, wobei er sich in diesem Hoffnungsrundenkampf Hasanaj geschlagen geben musste und in der Folge den guten 5. Schlussrang belegte. Gauch konnte alle ihre Vorrundenkämpfe für sich entscheiden, verlor jedoch in einem sehr hart geführten und spektakulären Halbfinalkampf in der Verlängerung durch Schiedsrichterentscheid äusserst knapp. In der Folge durfte sie ebenfalls den erfreulichen 3. Rang von insgesamt 31 gestarteten Karatekas in dieser Kategorie feiern.

Erfolgreiche Newcomer im Semi-Kontakt

Mit Beda Mauley und Oliver John stellten sich zwei Wohler Karatekas erstmals der Herausforderung in der Kategorie Junioren der 16 bis 20 Jährigen des Semi-Kontakts, wo die Treffer zum Körper mit bis zu 50% Kontakt ausgeführt werden dürfen. Während dem Mauley trotz gutem Kampfeinsatz bereits in der dritten Runde ausschied, konnte sein Trainingspartner John souverän bis in den Finalkampf vorstossen. Der 18-jährige Wohler forderte seinen, um rund 40 cm grösseren und um rund 25 kg schwereren Gegner konditionell und technisch bis aufs Letzte heraus, verlor aber nach vier Minuten regulärer und einer Minute Verlängerungszeit mit 2:1 Schiedsrichterstimmen diesen attraktiven und spannenden Finalkampf äusserst knapp. Trotz des unterlegenen Finalkampfes durfte er sich über den zweiten Rang und die erbrachte Leistung in seinem ersten Wettkampf riesig freuen.

Bei den Herren über 175 cm Körpergrösse startete Josip Lasic zum ersten Mal an einem Wettkampf. Nervös aber mit gutem Kampfgeist stieg der Newcomer aus Wohlen in die Kämpfe ein, musste aber in der zweiten Runde Lehrgeld zahlen und schied gegen einen routinierten Kämpfer aus.

Motiviert und engagiert stiegen in der Kategorie Herren unter 175 cm Körpergrösse mit Hannes Bigler, José Wietlisbach und Sempai Ramon Pfister gleich drei Wohler in das Kampfgeschehen des Semi-Kontaktes ein. Während dem Sempai Pfister schon vor Jahren Wettkampferfahrung aneignen konnte, stiegen mit Bigler und Wietlisbach zwei weitere Nachwuchskämpfer erstmals auf die Matte. Während dem Bigler in der dritten Runde gegen Sempai Pfister ausschied, vermochte sich Wietlisbach von Kampf zu Kampf steigern und gewann all seine Vorrundenkämpfe souverän. Sempai Pfister musste nach einem verhaltenen ersten Kampf bereits in der Hoffnungsrunde, wo er dann aber an die erwarteten Leistungen anschliessen und bis in den Final vorstossen konnte. Somit standen sich in dieser Kategorie zwei Wohler gegenüber, die sich die obersten Podestränge unter sich ausmachen konnten. In einem attraktiven und unterhaltsamen Finalkampf schenkten sich die beiden Wohler nichts, doch lagen leichte Vorteile bei Sempai Pfister worauf er nach Schiedsrichterentscheid auch als Sieger in dieser Kategorie auserkoren wurde. Trotz der Finalniederlage durfte sich Wietlisbach über die tolle Leistung und den verdienten zweiten Podestrang freuen.

 „Best Spirit“ für Oliver John

Anschliessend an die Siegerehrung konnte der Veranstalter noch einen Spezialpreis für den besten Kämpfer des Turniers aushändigen. Infolge des Kampfgeistes, der Fairness und der sehr guten Kampftechnik konnten die Schiedsrichter einstimmig und unter grossem Applaus der vielen Zuschauer dem Wohler Oliver John diese Ehrenauszeichnung überreichen. Diese, für John verdiente Auszeichnung an seinem ersten Wettkampfanlass lässt für seine Budo-Laufbahn vieles erhoffen.

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