Reinach (AG)

Schweiss- und Fährtenschuhprüfung

megaphoneLeserbeitrag aus Reinach (AG)Reinach (AG)
  Kantonale Schweiss- und Fährtenschuhprüfung

Am letzten Wochenende fand in der Region Reinach die 41. Kantonale Schweiss- und Fährtenschuhprüfung für Jagdhunde ab 15 Monaten statt. Der von JagdAargau durchgeführte Anlass zeigte wieder einmal eindrücklich, was auch so junge Hunde schon zu leisten vermögen.

Pia Weber

3000 Stück Fallwild, meist Opfer des Strassenverkehrs, müssen pro Jahr von den Jägern geborgen werden. Es ist gesetzlich verankert, dass verletztes und krankes Wild durch einen geprüften «Schweisshund» gesucht werden muss. Schweiss hat aber hier nicht mit schwitzen zu tun, sondern so heisst in der Jägersprache das ausgetretene Blut des Wildes.

28 je 500 Meter lange Fährtenschuh- und Schweissfährten wurden am Tag vor der Prüfung in der Region Reinach gelegt, beziehungsweise gespritzt. Das heisst, es wurde für die Hunde eine Spur gelegt, wie diese sie auch bei einer reellen Nachsuche von verletztem Wild antreffen. Die Hunde müssen diese an der speziellen Leine verfolgen, dem Hundeführer die vorgefundenen Zeichen anzeigen und sie zum Beispiel zu einem Stück Rehdecke führen, welche beim Training und an einer Prüfung das verletzte oder tote Tier darstellt. Die anschliessende Belohnung, etwa durch ein kurzes Ballwerfen und ein Stück Wurst, zeigt dem Hund. Dass er seine Sache richtig gemacht hat und nimmt die Spannung von ihm. Die Nachsuche ist ein anstrengendes Stück Arbeit, sowohl für den Hund wie auch für den Hundeführer. Sie erfordert volle Konzentration und führt meist durch recht unwegsames Gelände. Wichtig ist die gute Kommunikation zwischen dem Gespann, ebenso dass sich der Hund nicht ablenken lässt und über einen guten Gehorsam und die notwendige Ruhe verfügt.

10 von 18 Gespannen haben die Schweissprüfung, 8 von 10 die Fährtenschuhprüfung bestanden.  Für die anderen war es eine Standortbestimmung, die den Hundeführerinnen und Hundeführern zeigte, wo sie bei der Ausbildung ihres Jagdhundes stehen und auf was sie nun aufbauen können.

Beste Arbeit Schweiss:  Martin Münger mit Erle von der Wasserscheide

Beste Arbeit Fährtenschuh: Ueli Wanderon mit Kaya vom Untermarchstein

Tagessieger: ebenfalls Ueli Wanderon mit der erst gut 16 Monate alten Kaya

Siegerin der Am Tag zuvor in Wohlen durchgeführten Eignungsprüfung für Jagdhunde, Modul Wasser/Apport: Regula Ryter mit Gulliondale Dark Rose

Meistgesehen

Artboard 1