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Schon mal ein Patent gelesen?

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Normalerweise liegen auf dem Nachttisch von Herr und Frau Schweizer Krimis, Romane, Biografien oder Zeitschriften. Ute Konopka, Expertin im Bereich Patenrecht und Markenschutz, unterbreitet dem Publikum im Rahmen eine Informationsveranstaltung im Hightech Zentrum einen ganz anderen Vorschlag: „Lesen Sie doch mal ein paar Patenanmeldungen – sie werden erstaunt sein, wie viel Interessantes es da zu lesen gibt.“

Wo sind sie zu finden, diese scheinbar spannenden Schriften? Am einfachsten im Internet – da jedoch in einer unglaublichen Fülle. In öffentlichen Patendatenbanken wie z. Bsp. www.espacent.com kann man nach Themen, aber auch – was sehr interessant ist – nach Patenanmeldungen von Firmen suchen. So sind zum Beispiel die Patente von Victorinox, dem Hersteller der berühmten Schweizer Sackmesser, bis ins kleinste Detail beschrieben. Die Firma besitzt die Patent-, Marken- und Urheberrechte der weltweit bekannten Messer und kann sich so erfolgreich gegen billige Kopien wehren.


Recherchieren bringt Klarheit
Neben Ute Konopka, thinksafe, referierten auch Peter Frei vom Hightech Zentrum, Thierry Burkart, Grossrat und Rechtsanwalt und Urs Isenegger, Rechtsanwalt zu diesem spannenden Thema. Einig sind sich alle: Damit man mit einer Idee Geld verdienen kann, muss sie geschützt werden.
Vor dem Weg zum Patenanwalt lohnt es sich, die wichtigsten Abklärungen selber zu machen. So wird im Rahmen einer begleiteten Patenrecherche schnell klar, ob die Idee wirklich neu ist. Rechtsanwalt Urs Isenegger, schliesst sein Referat im Hightech Zentrum mit einem wertvollen Tipp: „Es lohnt sich, mit der Unterstützung vom Hightech Zentrum das Angebot der begleiteten Recherchen beim IGE zu nutzen. Wer so gut vorbereitet zu einem Patentanwalt kommt, kann sich auf eine effiziente und somit auch kostensparende Patentanmeldung freuen. Ich finde es enorm wichtig, dass KMU und auch Einzelpersonen diese Möglichkeit haben.“

Schweizer sind top
Obwohl die Zahl der Patentanmeldungen im letzten Jahr rückläufig war, sind die Schweizer nach wie vor klar die Nr. 1 auf der Welt: Kein anderes Land hat mehr Patentanmeldungen pro Kopf als die Schweiz. Und dennoch treffen Experten auch immer wieder auf folgende Situationen: Bei ausgereiften Technologien und Produkten – oft schon seit Jahren erfolgreich auf dem Markt – wurde in der Frühphase verpasst, die nötigen Vorkehrungen zu treffen. Ein Versäumnis, das fatale Folgen haben kann. Martin Bopp, Geschäftsführer vom Hightech Zentrum Aargau zitiert sehr passend Erich Häusser: "Wer nicht erfindet, verschwindet. Wer nicht patentiert, verliert.“

Es finden weitere interessante Veranstaltungen zum Thema „Geistiges Eigentum“ statt. Details sind zu finden unter www.hightechzentrum.ch/ip.

Helen Dietsche

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