Schöne Wanderung im Emmental

megaphone
..

Pro Senectute Wanderung

Würenlingen (lb) Der ganze Tag war einfach nur schön. Das Wetter passte, die Wanderroute war perfekt ausgewählt. Interessante und sehenswerte  Besonderheiten entlang der Strecke erfreuten die Seniorinnen und Senioren aus dem unteren Aaretal.

26 gut gelaunte Wanderer versammelten sich auf dem Bahnhof Turgi. Die Fahrt führte nach Burgdorf.  Zu Beginn der Wanderung zog die Schar durch die Altstadt hinauf zu einem Aussichtsplatz, der direkt unter dem Schloss liegt. Man hat hier einen schönen Blick auf den neuen Stadtteil. Burgdorf wurde von den Zähringern gegründet. Es gilt im Kanton Bern als Schulstadt und beherbergt unter anderem ein Gymnasium und eine  Fachhochschule mit verschiedenen Fakultäten. Was viele Aargauer nicht wissen: Johann Heinrich Pestalozzi wirkte zwischen 1800 und 1804 in Burgdorf. Er errichtete dort eine Volksschule und eine Ausbildungsstätte für Lehrer.

Elisabeth Klein erklärte der Gruppe historische und heutige Gegebenheiten der Stadt. Danach führte sie die Wanderer den Schlosshügel hinunter zur Emme. Ennet der Emme hat man einen schönen Blick zurück auf die Altstadt und die Wynigerbrücke. Auf dieser Brücke steht ein Stundenstein. Dieser gibt die Distanz zum Zeitglockenturm in Bern bekannt.  Fünf Stunden beträgt die Entfernung. Gerechnet wurde damals mit 5,3 Kilometer pro Wegstunde.

Die Leuenhohle

Der Wanderweg führte nun an einen Waldrand. Man sah vom Wald her auf das Siechenhaus und die dazugehörige kleine Kapelle. In diesem Haus wohnten einst Leprakranke. Betreut wurden diese von Mönchen. Die Route führte nun steil hinauf durch die Leuenhohle. Diese Hohle ist ein in den Sandstein gehauener Weg. Im Mittelalter diente dieser Weg als Hauptverbindung zwischen Bern und Luzern. Nach dem Aufstieg kamen die Zurzacher Senioren auf die Egg. Ein Blick wurde nun frei auf das Mittelland und auf den Jura. Der Weg führte die Wanderer an einer alten Nagelschmiede vorbei. Gemäss einer Infotafel leisteten die Arbeiter noch 1941 bei einem Stundenlohnvon Fr. 1.40 pro Tag Schwerarbeit. Pro Mann wurden täglich 30‘000 Hammerschläge ausgeführt! Gefertigt wurden Schuhnägel für die Schweizer Armee!

Die Eibe von Heimiswil

Nach dem Mittaghalt im „Widmerwald“ führte der Weg hinauf zum Gehöft Gärstler. Zu bestaunen gab es hier die über 1000 Jahre alte Heimiswiler Eibe. Ein eindrucksvoller Stamm trägt die weit ausladenenden Äste mit ihren dunkelgrünen Nadeln.

Das Denkmal auf der Lueg

Die Wanderung führte nun vorbei an den bekannten Restaurants Kaltacker und Landgasthof Lueg hinauf zum Denkmal. Das Denkmal steht auf einem grandiosen Aussichtspunkt auf 890 Meter über Meer. Der Standort heisst Heiligenlandpöli. Von hier sind rund 300 Berggipfel sichtbar. Leider war es dunstig und daher keine Fernsicht möglich.

Schaukäserei Affoltern im Emmental

Über sanfte Hügel und durch saftige Weiden, vorbei an frisch für die Aussaat vorbereiteten  grossen Ackerflächen wanderten nun die Seniorinnen und Senioren zum Endziel Affoltern. Einige besichtigten die Schaukäserei, andere liessen sich einfach zu einem gemütlichen Dessert oder Zobig nieder. Der Verfasser dankt im Namen aller Beteiligten dem Ehepaar Klein für die sehr abwechslungsreiche  Wanderung.

Meistgesehen

Artboard 1